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Düsseldorf rutscht der Punkt aus der Hand: "War Emotion pur"

© IMAGO / Eibner

In der einen Aktion jubelt Fortuna Düsseldorf noch in der Nachspielzeit, in der nächsten Minute feiern die Gäste aus Bremen doch den Auswärtssieg. Insbesondere für Khaled Narey war die Schlussphase bei der 2:3-Niederlage am Samstagabend emotional. Nach Abpfiff ärgerten sich die Beteiligten entsprechend darüber, dass ihnen der Punktgewinn noch aus den Fingern glitt.

"Natürlich nicht zufrieden"

In der 94. Spielminute schlenzte Khaled Narey den Ball aus dem Gewühl im Bremer Strafraum heraus in die Maschen, die Düsseldorfer lagen sich vielumjubelt in den Armen. Es war der späte Ausgleich zum vermeintlichen 2:2-Unentschieden, doch das Spiel war danach noch nicht vorbei – und ausgerechnet Khaled Narey stand wieder im Fokus. "Das Ende war heute natürlich sehr bitter", fasste der Außenbahnspieler knapp zusammen. "Auch für mich persönlich – erst mache ich das Tor, dann verschulde ich in einer ärgerlichen 50:50-Situation den Elfmeter."

Keine 120 Sekunden nach dem Ausgleich kam Narey im eigenen Strafraum zu spät gegen Felix Agu, daraufhin verwandelte Maximilian Eggestein vom Punkt doch noch zum Bremer Sieg. "Was in den letzten Minuten passiert ist, war dann Emotion pur. Wir wollten den erneuten Ausgleich unbedingt erzwingen – und dann ist es extrem schade, dass wir noch das 2:3 kassieren", analysierte auch F95-Cheftrainer Christian Preußer geknickt. Denn: "Wir haben nach diesen 90 Minuten nichts Zählbares geholt – und das kann uns natürlich nicht zufriedenstellen."

Nareys Ärger und Pribs Zuversicht

Zumal die Fortuna gerade in der Anfangsphase der Partie die bessere Mannschaft war. "Inhaltlich haben wir dennoch ein gutes Spiel gezeigt, aus dem wir einige positive Sachen ziehen können", erklärte Preußer und verwies darauf, dass der Pausenrückstand auch eine Pausenführung hätte sein können. So musste Düsseldorf allerdings hinterherrennen. Umso kritischer beurteilten die Akteure selbst das Defensivverhalten am Samstagabend. "Man muss ehrlicherweise auch sagen, dass wir in den entscheidenden Momenten nicht gut genug verteidigt haben. Alle drei Gegentore kassieren wir meiner Meinung nach zu billig", ärgerte sich vor allem Narey. Denn Düsseldorf hatte sich eigentlich mehr vorgenommen.

Selbst der Punktgewinn wäre nach Spielverlauf nicht zufriedenstellend gewesen, so Edgar Prib. "Dass wir zwei Mal zurückkommen, zeigt, dass auch in diesem Jahr wieder Moral in unserem Team steckt", erklärte der 31-Jährige, der sich aber zuversichtlich zeigte: "Wir sind auf einem guten Weg und ich bin optimistisch, was die nächsten Spiele angeht!" Zum Abschluss nahm sich F95-Coach Preußer noch die Zeit, um das Publikum in der heimischen Arena zu loben. Rund 12.850 Fans verfolgten die rasante Partie und unterstützten die Fortuna: "Wir wollten das unbedingt zurückzahlen – ich hoffe, das ist bei den Fans auch so angekommen." Darauf – und auf der Leistung – wollen die Düsseldorfer aufbauen.