• Facebook
  • Twitter

Nach Fiel-Aus: Scholz wird Interimstrainer in Dresden

© imago images / Köhn

Einen Tag nach der Trennung von Cheftrainer Cristian Fiel hat Dynamo Dresden mit Heiko Scholz einen Interimstrainer verpflichtet. Der 53-Jährige, bisher Chefcoach von Viertligist Wacker Nordhausen, unterschrieb einen Vertrag bis 2021 und wird auch nach der Vorstellung eines neuen Cheftrainers zum Trainerstab gehören.

Erstes Training am Dienstagnachmittag

Nach einer Serie von sieben Niederlagen aus den letzten acht Spielen ist Cristian Fiel bei Dynamo Dresden Geschichte, nun übernimmt vorerst Heiko Scholz. Bereits am Dienstagnachmittag wird der 53-Jährige, der seit Dezember 2018 den SV Wacker Nordhausen in der Regionalliga Nordost trainierte, die erste Einheit leiten. Als Co-Trainer fungiert vorübergehend U19-Coach Willi Weiße.

"Wir sind Heiko Scholz dankbar, dass er ohne zu zögern zugesagt hat, als Interimstrainer zu helfen, und dass ihm die Verantwortlichen von Wacker Nordhausen dabei keine Steine in den Weg gelegt haben", erklärt Dynamo-Manager Ralf Minge in einer Mitteilung des Vereins. "Heiko Scholz wird die Mannschaft betreuen, bis wir eine Entscheidung zur Neubesetzung des Cheftrainerpostens getroffen haben." Anschließend soll Scholz dem neuen Trainerstab als Assistent angehören.

Schon als Spieler bei der SGD

"Ich helfe bei Dynamo in dieser schwierigen Situation selbstverständlich als Interimstrainer aus, weil ich dem Verein sehr verbunden bin", erklärt der 53-Jährige in einem ersten Statement und kündigt an: "Ich werde alles daran setzen, bis Sonntag etwas zu bewegen, damit wir gegen Sandhausen einen Schritt nach vorne machen."

Ein Unbekannter ist der gebürtige Görlitzer bei der SGD nicht: Von 1978 bis 1982 spielte "Scholle" in Dynamos Nachwuchsschule, zwischen 1990 und 1992 lief Scholz für die Profis auf und feierte 1991 mit der SGD die Qualifikation für die Bundesliga. Als Trainer war er unter anderem für den MSV Duisburg, 1. FC Lokomotive Leipzig, Viktoria Köln und FSV Wacker Nordhausen tätig. Mit Nordhausen belegte der 53-Jährige in der vergangenen Saison den dritten Platz, derzeit ist der Klub Fünfter. Ob Scholz, der seinen Vertrag beim SV Wacker aufgelöst hat, am Sonntag beim Heimspiel gegen Sandhausen als verantwortlicher Coach auf der Bank sitzen wird, ist noch offen – und hängt davon ab, ob Dynamo bis dahin einen neuen Chefcoach präsentiert hat.