"Ein fließender Übergang": FCN verliert erstes Spiel unter Weinzierl

Der 1. FC Nürnberg hat das erste Spiel unter der Führung von Markus Weinzierl mit 2:3 gegen Holstein Kiel verloren. Über eine ganze Strecke funktionierte der Plan des neuen Übungsleiters, ehe der Club wieder in alte Muster verfiel.

Eine gute Stunde

Die Liste der Mannschaften, die plötzlich nach einem Trainerwechsel anfingen zu gewinnen, ist lang. Über eine ganze Zeit sah es so aus, als würde sich der 1. FC Nürnberg nach dem Trainerwechsel von Robert Klauß hin zu Markus Weinzierl in diese Liste eintragen, doch kam es dann doch wieder anders. "Wir haben 50, 60 Minuten ein ordentliches bis gutes Spiel gemacht", bilanzierte Neu-Coach Weinzierl nach der 2:3-Heimpleite gegen Kiel. Ärgerlich für ihn nur, dass ein Spiel ein ganzes Stück länger geht.

So erzielten die Nürnberger dank Lino Tempelmann ein "schönes erstes Tor", so der Übungsleiter, "versäumen es aber, das zweite Tor zu machen." Was sich rächte. Gar dreifach stachen die Kieler binnen 18 Minuten zu, ehe der FCN durch Daferner nur noch zum zu späten Anschluss kam (90.). "Nach dem Ausgleich haben die Spieler dann natürlich auch begonnen, nachzudenken", stellte Weinzierl nach Abpfiff fest. Hierbei waren die Rückschläge durchaus kurios, aber " in der Situation, in der wir sind, passieren die eben", musste der ehemalige Augsburg-Trainer hinnehmen.

"Keine Wunder erwarten"

Ist der Trainereffekt also bereits mit dem ersten Auftritt verpufft? Torschütze Tempelmann befand, dass der Coach dem Team "einen einfachen Plan an die Hand gegeben" und "alles versucht" habe. "In fünf Tagen darf man aber auch keine Wunder erwarten." An diesem Sonntag sei es "nur 60 Minuten gelungen." Dem stimmte auch Abwehrmann Christopher Schindler zu. Viel sei auf die Lösungen aufgebaut worden, die auch der Ex-Coach entwickelte. "Da haben wir auch viel von Robert Klauß gelernt. Wir werfen ja jetzt nicht alles weg, sondern das ist ein fließender Übergang", beruhigte der Innenverteidiger.

Fortschritt aber hin oder her: Am Ende stand die dritte Pleite in Folge – gar die siebte der Saison –, sodass der Club nach dem 11. Spieltag auf den 16. Rang fällt. "Die Situation wird natürlich nicht einfacher", stellte auch Weinzierl fest. Das Ziel sei es nun, die "Kleinigkeiten besser zu machen" und so die Leistung der ersten Stunde auf die gesamte Dauer zu übertragen. Schon am kommenden Samstag kann der FCN dies angehen, wenn man bei Fortuna Düsseldorf gastiert.

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