• Facebook
  • Twitter

Eine Gelbsperre und viele Fragezeichen: SVD drohen 12 Ausfälle

© IMAGO / HMB-Media

Mit einem Sieg gegen Paderborn konnte sich der SV Darmstadt 98 etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen. Cheftrainer Markus Anfang schwor seine Mannschaft und das Umfeld der Lilien ein, dass der Weg damit aber noch nicht zu Ende sei. Wenn die Hessen am Samstag (13 Uhr) den FC Erzgebirge Aue empfange, drohen gleich zwölf Spieler auszufallen.

Holland fehlt definitiv

Den 3:2-Sieg in Paderborn erkämpfte sich Darmstadt hart, sodass beispielsweise Kapitän Fabian Holland seine fünfte gelbe Karte gegen die Ostwestfalen kassierte. Beim Spiel gegen Aue muss der Abwehrspieler entsprechend seine Sperre absetzen – und die Ersatzmänner scheinen fraglich. "Nicolai Rapp hat Fuß- und Wadenprobleme, Matthias Bader steigt erst ins Mannschaftstraining ein", berichtet SVD-Cheftrainer Markus Anfang gegenüber der "Bild"-Zeitung aus dem Lilien-Lazarett. Aber nicht nur in der Defensive drückt der Schuh. Laut Bericht stehen auch hinter Tobias Kempe (Magen-Darm-Probleme), Tim Skarke (Adduktorenprobleme) und Marvin Mehlem (Schlag auf den Fuß) jeweils Fragezeichen.

Bereits bekannt sind die Verletzungen von Ersatzkeeper Florian Stritzel (Mittelhandbruch), Thomas Isherwood (Syndesmoseverletzung) und Aaron Seydel (Achillessehnen-OP). Lars Lukas Mai (Oberschenkelprobleme) und Mathias Wittek (Trainingsrückstand) sind ebenso fraglich. Die Situation um Mittelfeldspieler Seung-ho Paik, der zu Jeonbuk Hyundai Motors in Südkorea wechseln sollte, ist weiterhin ungeklärt. Somit könnten dem Cheftrainer gegen Aue wohl gleich zwölf Spieler fehlen.

"Sind noch lange nicht am Ziel"

Dennoch will sich der Coach nicht unterkriegen lassen. Der defensivere Ansatz in der Taktik gegen Paderborn trug bereits Früchte. Auch gegen Aue wird Anfang wohl daran anknüpfen. "Wir haben den Schwerpunkt verändert. Wir haben das Risiko fußballerisch ein bisschen eingedämmt, ohne es zu vergessen. Aber wir haben zuletzt nur zwei Torschüsse zugelassen, beide waren drin", erkennt der 46-Jährige eine gewisse Effektivität in der neuen Ausrichtung.

Wichtiger als die Formation sei aber nach wie vor die "Leidenschaft und Widerstandsfähigkeit auf dem Platz", wie Anfang beschwor. Das taten zuletzt die Fans mit einer Plakataktion nach dem letzten Sieg. Anfang schwor die Lilien ein: "Wir sitzen alle in einem Boot, auch unsere Fans. Die haben alle Paddel in der Hand und paddeln fleißig. Wir sind noch lange nicht am Ziel." Doch der Weg wird kürzer.