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Elf Monate nach Knorpelschaden: Ballas wieder fit und gesprächsbereit

© IMAGO / Picture Point

Elf Monate nach einer schweren Knieverletzung stand Florian Ballas am vergangenen Spieltag erstmals wieder auf dem Rasen. Bei der 0:6-Niederlage gegen Darmstadt gab er der Innenverteidiger ein Comeback mit gemischten Gefühlen. Nun geht es um seine Zukunft – und Sportdirektor Pavel Dotchev würde gerne weitermachen.

"Kann ein Eckpfeiler für uns sein"

Florian Ballas ist nicht zu beneiden. Zum vierten Mal in seiner Karriere muss der 29-Jährige einen Abstieg wegstecken. Mit Saarbrücken (2013/14), dem FSV Frankfurt (2015/16) und Dynamo Dresden (2019/20) ging es in den jeweiligen Spielklassen runter. Nun folgt Erzgebirge Aue in der unrühmlichen Vita – und Ballas konnte dieses Mal selbst nichts dagegen machen. Seit elf Monaten fehlte der Innenverteidiger verletzungsbedingt. Ein Knorpelschaden vierten Grades kostete ihn die komplette Saison. Erst gegen Darmstadt konnte er nach 342 Tagen wieder zurückkehren.

"Es gibt geilere Spiele für ein Comeback", gestand Ballas gegenüber der "Bild"-Zeitung ein. Aber es geht voran: "So bitter der Abend auch war, so habe ich auch ein bisschen Freude gespürt, dass die Leidenszeit für mich persönlich ein Ende hat." Nun geht es für den Abwehrspieler um die Zukunft. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Der gebürtige Saarländer genießt bei Pavel Dotchev, der zur neuen Saison als Sportdirektor für die Kaderplanung zuständig ist, großes Vertrauen: "Wir würden Florian gern behalten. Er ist ein Spieler, der in der neuen Saison ein Eckpfeiler für uns sein kann. Eine Verlängerung mit ihm wäre eine Win-win-Situation."

Gespräche laufen bereits

Geht Ballas erstmals seit 2014 zurück in die 3. Liga? Während der langen Verletzungspause machte sich der 29-Jährige viele Gedanken. "Ich hatte viel Zeit zum Reflektieren und bin in alle Richtungen offen", erklärte Ballas jetzt. Gespräche habe es demnach bereits gegeben. "Den ersten Kontakt zwischen meinem Berater und Verein gab es schon. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob man zusammenfindet oder nicht", so Ballas.

Setzt der Innenverteidiger das Engagement im Erzgebirge fort, kann er zukünftig wieder zu einer stabileren Defensive beitragen. Denn eines ärgerte den verhinderten Abwehrchef ganz besonders am Abstieg: "Wenn man sieht, dass Dresden in der Rückrunde noch kein Spiel gewonnen hat und wir es trotzdem nicht geschafft haben, an Dynamo heranzurücken, ist der Abstieg am Ende verdient." So oder so – zur neuen Saison kann der Abwehrspieler endlich wieder eingreifen, denn ein fitter Ballas wäre für Aue schon in den letzten Wochen eine Bereicherung gewesen.