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"Er sollte in sich gehen": SVS weist Gislason-Vorwürfe zurück

© imago images

Sandhausens Sportlicher Leiter Mikayil Kabaca hat mit deutlichen Worten auf die Kritik des ehemaligen SVS-Angreifers Rurik Gislason reagiert. Der Isländer hatte Cheftrainer Uwe Koschinat zuvor unter anderem als "verdorbenen Charakter" bezeichnet. 

Gislason schießt gegen Koschinat

Dieser Abschied lief alles andere als reibungslos. Nach zweieinhalb Jahren im Sandhausen-Trikot endete der Vertrag von Rurik Gislason vor wenigen Wochen, der 32-Jährige verließ den Hardtwald nach einer Saison zum Vergessen. Dass es nur für 13 Einsätze ohne eine einzige Torbeteiligung reichte, schrieb der Isländer im Nachhinein größtenteils Uwe Koschinat zu. Bei "Radio Regenbogen" keilte er heftig gegen den SVS-Übungsleiter aus.

"Ich habe den Trainer mehrfach in den Medien gesehen, wie er sagt, ich würde in Island Urlaub machen und ich wäre nicht so fit wie die anderen Spieler, weil ich nicht trainieren würde. All das ist Bullshit! Das ist mir wichtig, dass die Menschen das wissen. Es zeigt einen verdorbenen Charakter, wenn man zur Presse geht und über seine eigenen Spieler lügt." Nach eigenen Angaben habe Gislason keinesfalls Urlaub gemacht, sondern sei wegen einer Erkrankung seiner Mutter in die Heimat gereist. Auch widersprach der Angreifer Aussagen von Sandhausens Sportlichem Leiter Mikayil Kabaca. Er habe einen Gehaltsverzicht nicht abgelehnt, sondern lediglich die Spende eines Teils seiner Bezüge für wohltätige Zwecke präferiert.

"Desolate körperliche Verfassung"

"Wer eine Saison wie Rurik hinter sich hat, sollte besser in sich gehen, als auf diese Weise nochmal gegen seinen Ex-Verein nachzutreten", wies Kabaca die Vorwürfe in der "Rhein-Neckar Zeitung" entschieden zurück. "Rurik kam in einer desolaten körperlichen Verfassung aus Island zurück", führte der 43-Jährige aus. "Hätten wir ihn mit der Mannschaft trainieren lassen, wäre die Verletzungsgefahr groß gewesen." So stand Gislason nach dem Re-Start nicht mehr für Sandhausen auf dem Platz. Laut "Kicker" spielt der Offensivmann mit dem Gedanken an ein Karriereende.