Erfolgsserie gerissen: KSC-Coach Eichner restlos bedient

In Christian Eichner nagte der Frust. Mit messerscharfen Worten bescheinigte der äußerlich gefasste Trainer des Karlsruher SC nach der 0:2-Pleite bei Abstiegskandidat Eintracht Braunschweig seinem Team eine gehörige Mängelleistung.

"Individuell hochfahren“

Das jähe Ende der KSC-Erfolgsserie nahm den 41-Jährigen spürbar mit. "Wir müssen und schleunigst steigern“, erklärte Eichner auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff.

Damit sich keiner seiner Spieler im Kollektiv der Mannschaft verstecken konnte, sprach der Coach in der Enttäuschung über die erste Niederlage seiner zuvor achtmal nacheinander ungeschlagen gebliebenen Elf praktisch auch jeden einzelnen Akteur an: "Wir müssen auch individuell hochfahren, denn allzu oft entscheidet individuelles Verhalten über den Ausgang von Zweitliga-Spielen.“

Angesprochen fühlen durfte sich tatsächlich jeder Karlsruher. Denn Eichner beklagte in nahezu allen wichtigen Mannschaftsteilen unerwartete Schwächen oder gar Fehler: "Es war eigentlich ein 0:0-Spiel, das wir nicht hätten verlieren müssen. Aber leider konnten wir uns offensiv nicht durchsetzen und haben defensiv durch einen Einwurf eine der Situationen angeboten, die unfassbar oft Spiele entscheiden.“

Erkenntnisse statt Punkte

Zwangsläufig war dem früheren Profi der hohe Ballbesitzanteil seines Teams bei der fünften Niederlage auf fremden Plätzen nicht sonderlich viel Wert: "Das war zumeist nur in torungefährlichen Bereichen.“

Gemessen an Eichners harter Kritik muss sich sein Team in der Vorbereitung auf das Heimspiel am Samstagabend gegen Pokal-Halbfinalist Fortuna Düsseldorf auf mühselige und fordernde Trainingstage einstellen: "Wir müssen etwas aus Braunschweig mitnehmen. Wenn es nun schon keine Punkte sind, dann sollten wir wenigstens die Erkenntnisse darüber mitnehmen, in welcher Art und Weise man Zweikämpfe führt und wie man ein 0:0 holt.“

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