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Ermittlung eingestellt: Bezirksamt entscheidet im "Fall Jatta"

Seit knapp vier Wochen herrscht Unklarheit im Fall Bakery Jatta: Die Frage, ob es sich bei dem 21-jährigen Gambier nicht um eine andere Person handelt, hält die Behörden in Atem. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte stellt die Ermittlungen gegen Jatta ein – es gäbe demnach keine Anhaltspunkte für eine falsche Identität.

Keine Zweifel vom Bezirksamt

"Aus den dem Bezirksamt vorliegenden Unterlagen gehen keine belastbaren Anhaltspunkte hervor, die ausländerrechtliche Maßnahmen begründen würden", heißt es in einer Mitteilung von Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, der damit den "Fall Bakery Jatta" für das Bezirksamt Hamburg-Mitte abschließt. Damit ist die Anhörung des 21-jährigen Fußball-Profis vom Hamburger SV beendet, die "Zweifel an der Richtigkeit der Angaben" gegenüber der Behörde wurden ausgeräumt. Damit steht gleichzeitig fest, dass sich Jatta keine Sorgen mehr um seine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland machen muss – sein Anwalt legte zuvor einen gültigen Reisepass und einen Auszug aus dem gambischen Geburtenregisters vor, hinzu kam noch eine "eidesstattliche Versicherung eines zuständigen Beamten". Das berichtet auch die "Bild"-Zeitung.

Senegalesischer Vereins-Präsident sagt aus

Das Sportgerichtsverfahren des Deutschen Fußball-Bundes ist von der Entscheidung des Bezirksamtes unabhängig, nach wie vor könnte gegen Jatta eine Spielsperre erhoben werden. Der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochumg und der Karlsruher SC legten Einspruch gegen die jeweiligen Spielwertungen mit Jattas Beteiligung ein, am 9. September wird das Anliegen des 1. FC Nürnberg behandelt. Dann soll auch Seydou Sané aussagen, der als Präsident des senegalesischen Vereins Casa Sports tätig ist und Bakery Jatta als Bakery Daffeh kennen soll. Aber auch HSV-Trainer Dieter Hecking betonte bereits: "Ich habe schon so häufig etwas dazu gesagt. Ich bleibe dabei: Wenn man Baka etwas nachweisen kann, dann muss er dafür geradestehen. Aber die Beweislage, die ich kenne, die wird im Sande verlaufen."