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Erneute Talfahrt nach kurzem Hoch: Wiesbaden steckt unten fest

© imago images / Hartenfelser

Wieder lässt der SV Wehen Wiesbaden eine Möglichkeit liegen, sich aus den den Abstiegsplätzen der 2. Bundesliga zu befreien – obwohl die Konkurrenz mit einer Niederlage am Vortag die Steilvorlage gab. Zugegebenermaßen hatten die Hessen mit Tabellenführer Arminia Bielefeld auch kein leichtes Brett vor der Brust.

Wiesbaden rutscht wieder ab

Den beiden 1:0-Siegen gegen Karlsruhe und Aue zwischen dem Jahreswechsel folgte ein Remis gegen Hannover, das den SV Wehen Wiesbaden erstmals seit dem 1. Spieltag wieder über den Strich hob – und die Hoffnung der Hessen war da, dass sich der Relegationssieger des Vorjahres nun stabilisieren könnte. Vier Spiele später, darunter drei 0:1-Niederlagen, stecken die Wiesbadener im Keller fest und treten zudem noch auf der Stelle.

Dabei sah es gegen Spitzenreiter Bielefeld phasenweise nicht schlecht aus, wie Cheftrainer Rüdiger Rehm festhielt: "Wir sind tief enttäuscht, dass wir dieses Stadion ohne Punkte verlassen müssen. Meine Mannschaft hat alles reingeworfen, sie hat 90 Minuten gefightet und Arminia vor Probleme gestellt." Gereicht hat das nicht, weil Wiesbaden mit 25 Treffern aus 24 Spielen zu ungefährlich ist. Nur Schlusslicht Dresden ist noch harmloser.

Keine Tore, keine Punkte

"Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht gekämpft haben. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles versucht haben, nochmal reinzuwerfen", schloss Torjäger Manuel Schäffler an die Worte seines Cheftrainers an, ergänzte aber auch: "Das einzige, was ich ihr vorwerfen muss ist, dass wir die Konter nicht sauber ausgespielt oder unsere Chancen nicht effizient genutzt haben." Denn trotz statistischer Überlegenheit der Bielefelder war Wiesbaden nicht gänzlich unterlegen.

"Wir haben wieder ein paar Möglichkeiten, wo wir den letzten Pass spielen, obwohl wir abschließen müssen", ärgerte sich Schäffler über die falschen Entscheidungen vor dem gegnerischen Kasten, schließlich mangelte es dem Aufsteiger in den letzten Wochen nicht an Chancen: "Wenn du alle drei Spiele guckst, haben wir in allen drei Spielen so viele Chancen, wie du eigentlich in der 2. Liga allgemein nicht hast." Teamkollege Maximilian Dittgen brachte es daher für den Stürmer auf den Punkt: "Wenn du keine Tore schießt, kannst du in der Liga keine Punkte holen."