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Erste Niederlage für Paderborn: "Will nicht von Fehlern sprechen"

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

Eine Niederlage als Coach vom SC Paderborn 07? Das hatte Lukas Kwasniok im Liga-Betrieb noch nicht gehabt – bis zum vergangenen Wochenende. Im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 setzte es nämlich die 0:1-Pleite. Der Cheftrainer konnte es verschmerzen, denn grobe Fehler waren den Ostwestfalen nicht unterlaufen. Aber eben auch keine Kunststücke.

"Heute leider nicht geschafft"

Zwei Unentschieden zu Saisonstart, dann das knappe Aus im DFB-Pokal. Die Bilanz des SC Paderborn nach den ersten drei Spielen der neuen Spielzeit war durchwachsen. Dann aber folgten drei Siege infolge, welche die Ostwestfalen direkt auf den zweiten Tabellenplatz trugen – ungeschlagen im Liga-Alltag. Doch das währte nur bis zum 6. Spieltag. "Du kannst nicht Woche für Woche dein absolutes Top-Niveau erreichen, heute haben wir es leider nicht geschafft", räumte SCP-Trainer Lukas Kwasniok nach der 0:1-Niederlage gegen Schalke ein.

"Wir haben in der Halbzeit darauf hingewiesen, dass das Spiel nicht zu früh zu wild werden darf", blickte der Übungsleiter dabei auf 90 Minuten zurück, in denen Schalke den "nicht unverdienten Sieg" holte. Zur Pause gingen beide Mannschaften allerdings noch torlos in die Kabinen, sodass die Hoffnung groß war. "Leider ist uns aber genau das passiert", verwies Kwasniok auf die wilden Momente im Spiel, die sich vor allem durch "fahrige, schlampige Ballverluste" kennzeichneten. Am Ende war es Simon Terodde – und SCP-Fans fragen sich, wer auch sonst.

Kwasniok mit Umstellung zufrieden

Terodde profitierte dabei von der Vorarbeit von Marius Bülter. "Das Tor entsteht durch einen Einwurf von uns vorne links", ärgerte sich Kwasniok. "Wir gehen in die Spielverlagerung, ohne die Box zu bedrohen, und Schalke hat es geschafft, uns wegzuisolieren. Dadurch laufen wir in einen Konter." Zwar hätten die Paderborner letztlich den Torschützen besser zustellen müssen, doch grobe Fehler konnte Kwasniok seinem Team nicht vorwerfen. Wollte der SCP-Coach auch gar nicht: "Ich will nicht von Fehlern in dieser Konstellation sprechen, aber es war unnötig, dort hineinzugeraten."

Von dem Gegentreffer erholten sich die Ostwestfalen nicht mehr, sodass nun auch auf dem Paderborner Konto die erste Niederlage im Liga-Alltag steht. Bis zur Pause war Kwasniok jedoch zufrieden – und auch die Umstellung auf eine Dreierkette zahlte sich in den Augen des Cheftrainers aus. "Schalke agiert normalerweise mit einem Sechser und zwei Achtern. Ich wollte einen Spieler mehr im Mittelfeld, um sie zu bespielen", fand der 40-Jährige, dass der Plan bis dato gut aufgegangen war. Dadurch war es die individuelle Qualität der Schalker, die das Spiel entschied: "Bei den beiden Jungs vorne kann es schonmal dazu führen, dass ein Gegentor fällt. So ist es gekommen, es war ein wenig ein Murmeltor." Eines, das nach zehn Toren in den letzten drei Spielen, nicht der SCP schoss. Am kommenden Wochenende geht es in Aue weiter (Sonntag, 13:30 Uhr).