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Erste Pleite für KSC in 2021: "Dürfen uns heute nicht beschweren"

© IMAGO / Jan Huebner

Das neunte Spiel in Serie ohne Niederlage für den Karlsruher SC war beinahe perfekt, doch dann schlug der 1. FC Nürnberg in den Schlussminuten glücklich zu. Erstmals seit 62 Tagen ging die Elf von Cheftrainer Christian Eichner daher als Verlierer vom Platz. Für den Coach war das in Ordnung, denn aus solchen Spielen wollen die Badener lernen.

"Hat zum Spiel gepasst"

In der 90. Spielminute ging Robin Bormuth bei einem Nürnberger Angriff volles Risiko und wollte den Ball aus der Gefahrenzone schlagen – doch der Innenverteidiger traf nur den wenige Meter entfernten Marvin Wanitzek, von dessen Brust das Spielgerät zurück in den Strafraum und genau in die Füße von FCN-Stürmer Manuel Schäffler flog. "Es hat zu dem Spiel gepasst, dass ein Pressschlag zu einer Riesen-Torchance führt", ordnete KSC-Coach Christian Eichner die besagte Szene ein, in der Schäffler den Ball anschließend nicht einmal richtig traf, dadurch aber perfekt für Mats Möller Daehli vor dem leeren Kasten auflegte.

Für den KSC endete damit in der Schlussminute eine Serie von acht Spielen in Folge ihne Niederlage. Ein Gefühl, das die Badener in diesem Kalenderjahr noch nicht kannten. "In meinem Inneren hat es sich irgendwie angedeutet, wenn man das so an von der Seitenlinie beobachtet. Das ist schwierig zu verstehen", bezog sich Eichner auf den Spielverlauf an diesem Sonntag, der Nürnberg keinen unverdienten Sieg brachte. Eichner zeigte sich in seiner Bewertung des Spielgeschehens fair: "In Summe hatte der Gegner diese ein, zwei, drei Aktionen mehr in unserem Sechzehner." Denn Karlsruhe blieb offensiv völlig harmlos.

KSC will 40 Punkte

Das sah auch Eichner ähnlich: "Wir hatten über 90 Minuten, auch wenn sich das hart anhört, keine einzige Chance, wo wir das Tor hätten treffen müssen." Man habe zwar lange geglaubt, dass das Spiel dann torlos zu Ende gehen würde, doch der Lucky Punch war dieses Mal auf Seiten des Gegners. "In den letzten Wochen schlug das Pendel in den letzten Minuten immer in Richtung einer Mannschaft aus, nämlich meiner. Deswegen dürfen wir uns heute auch nicht beschweren", blickte Eichner auf eine Statistik, in welcher der KSC mit acht Toren in der Schlussviertelstunde im oberen Drittel der Liga mitspielt – wie auch in der Punktetabelle.

"Solche Spiele tun unserer Entwicklung gut", versprach der Cheftrainer mit Blick auf das Aufstiegsrennen, welches in dieser Saison nie das angestrebte Ziel des KSC war. Das verdeutlichte auch Stürmer Philipp Hofmann nach der 0:1-Niederlage noch einmal: "Wir wollen so schnell wie möglich die 40 Punkte holen und dann sehen wir weiter." Dazu fehlen den Karlsruhern nun weiterhin vier Punkte. Schon am Freitag (18:30 Uhr) geht es für die Badener in Darmstadt weiter.