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Erste Rapp-Niederlage in der Liga: Zuviele "eigene Ungenauigkeiten"

© IMAGO / Eibner

Unter Marcel Rapp musste Holstein Kiel am vergangenen Spieltag die erste Niederlage in der Liga hinnehmen. In Heidenheim unterlagen die Störche bei einer 1:2-Niederlage, was den Klub wieder auf den Abstiegs-Relegationsplatz zurückwirft. Ein früher und ein später Gegentreffer entschieden das Match.

"Es ist bitter"

In Heidenheim waren vermutlich noch nicht alle Zuschauer auf ihren Plätzen, da klingelte es bereits im Kasten der Gäste – schon in der 1. Spielminute verwertete Christian Kühlwetter eine Unaufmerksamkeit der Kieler Abwehr. "Wir sind denkbar ungünstig in die Partie gekommen", musste daher auch KSV-Cheftrainer Marcel Rapp festhalten. Es folgte die erste Niederlage im fünften Ligaspiel des neuen Cheftrainers. Das war nicht notwendig, wie der 42-Jährige fand: "Mit dem weiteren Spielverlauf haben wir mehr Kontrolle bekommen."

Die Störche schlugen noch im ersten Abschnitt zurück und stellten den Ausgleich durch Finn Bartels (30.) wieder her. Danach schien das Rude in Rapps Augen zu Gunsten der Gäste auszuschlagen. "Gerade in zweiten Halbzeit hatte ich nicht die Befürchtung, dass wir das Spiel noch verlieren, sondern dachte eher, dass wir es gewinnen", betonte der KSV-Coach zuversichtlich. Dann folgte kurz vor Schluss jedoch das Traumtor der Heidenheimer. "Es ist bitter, dass wir zwar spielbestimmend waren, aber dann einen Sonntagsschuss zum 1:2-Rückstand bekommen. Wenn das Spiel unentschieden ausgeht, wären womöglich alle damit zufrieden", so Rapp.

Wahl sieht Fortschritt

Nach drei Unentschieden und einem Sieg gegen Dresden (2:1) folte nun also die erste Pleite für die Störche seit Anfang Oktober. Die Konsequenz in der Tabelle ist dennoch, dass Kiel wieder unmittelbar auf den Abstiegs-Relegationsrang abrutschte – und der SV Sandhausen hat zwei Punkte dahinterstehend noch ein Spiel offen. "Heute haben uns die eigenen Ungenauigkeiten Probleme bereitet, die sich durch das ganze Spiel gezogen haben", ärgerte sich KSV-Kapitän Hauke Wahl zurecht. Der Abwehrchef sah trotzdem eine Leistungssteigerung – auch im Allgemeinen: "Dennoch sehe ich es nicht als Rückschlag, sondern als Lernprozess, da es einige Dinge gibt, die wir besser machen wollen."

Für die Kieler geht es mit einem Highlight-Spiel weiter, denn die Störche empfangen am 15. Spieltag den SV Werder Bremen (Samstag, 20:30 Uhr) an der Förde. Möglicherweise kommt es dann bereits zum Wiedersehen mit Ex-Coach Ole Werner, der bei den Bremern als Nachfolger für den Cheftrainer-Posten im Rennen sein soll.