• Facebook
  • Twitter

Erste Zweitliga-Pleite gegen Bochum: Kiel vermisst Konsequenz

© imago images / Poolfoto

Noch nie verlor Holstein Kiel in der 2. Bundesliga gegen den VfL Bochum – bis zum letzten Mittwoch. Im Ruhrgebiet musste sich die Elf von Cheftrainer Ole Werner gegen einen effizienten Gegner geschlagen geben, sodass die Bochumer nach dem Seitenwechsel für eine 1:2-Niederlage aus Kieler Sicht sorgten.

"Brutal effektiv"

Kurz vor Schluss hatte Jannik Dehm noch einmal die Chance zum Ausgleich auf den Füßen, doch am Ende pfiff der Unparteiische das Spiel beim Stand von 1:2 gegen die Kieler Störche ab. Damit war die erste Niederlage der KSV gegen den VfL Bochum amtlich, denn in den fünf Begegnungen seit 2017 zuvor konnten die Kieler stets eine Pleite vermeiden. Angreifer Lion Lauberbach kannte den Grund, warum das diesmal nicht funktionierte: "Der Gegner war brutal effektiv in den Räumen, die wir ihm gegeben haben."

Kapitän Hauke Wahl ärgerte sich nach der Partie, denn der Auftritt der Störche ließ sich eigentlich sehen. "Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben drei Chancen zugelassen, von denen der Gegner zwei genutzt hat", sagte der Innenverteidiger über die beiden Gegentreffer, die sich die Kieler kurz nach dem Seitenwechsel fingen. "Wir hatten den Gegner komplett im Griff und obwohl es Phasen gab, in denen wir sehr tief standen, haben wir keine Chancen gelassen", sah Cheftrainer Ole Werner dabei zunächst noch eine gute erste Halbzeit, musste aber auch zugeben: "In der zweiten Halbzeit kamen wir schlecht aus der Pause. Das ist die Phase, in der der Gegner treffen kann."

40 Punkte jetzt gegen Bielefeld

Nach den beiden Gegentreffern fanden die Störche nicht mehr in die Partie zurück, wenngleich in der 74. Minute noch der Anschlusstreffer durch Jonas Meffert fiel. "Wir haben von der Leistung her ein vernünftiges Auswärtsspiel gemacht", konnte der Fußballlehrer kaum Kritik am Gesamtauftritt seiner Mannschaft üben. "Insofern müssen wir uns heute dem effektiveren Gegner geschlagen geben."

Allerdings ist die Konsequenz ein Punkt, der die Kieler durchaus schon seit längerem verfolgt. "Am Ende hätten wir den Ausgleich verdient gehabt", resümierte deshalb auch Meffert, der den Ball als einziger Kieler einnetzen konnte: "Wir waren insgesamt nicht konsequent genug. Das verfolgt uns schon die gesamte Saison." Deswegen sind die Störche schon am Samstag (13 Uhr) gegen Tabellenführer Bielefeld gefordert, um möglichst schnell die "40 Punkte vollmachen" zu können – um in der nächsten Saison wieder an einer neuen Serie gegen Bochum arbeiten zu können.