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Erster gegen Letzter: Thioune erwartet "spannende Aufgabe"

© imago images / osnapix

Stolpert der Tabellenführer ausgerechnet beim Schlusslicht der Liga? Aus Sicht der Hamburger SV soll es dazu nicht kommen. Im engen Konkurrenzkampf in der Spitzengruppe darf sich die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Thioune keine Blöße geben. Nach links und rechts will der Coach aber gar nicht schauen.

Thioune erwartet andere Würzburger

An der Tabellenspitze knubbeln sich mit Hamburg, Bochum und Kiel gleich drei Teams, die einen Kontostand von 42 Punkten aufweisen können. In dieser Spitzengruppe will der HSV auch nach der Partie in Würzburg bleiben, dann aber mit drei frischen Zählern. "Bei den Würzburgern hat sich seit dem Hinspiel sehr viel getan. Sie waren in den letzten Wochen gerade gegen die Top-Mannschaften gut im Spiel und standen defensiv kompakt", bereitete sich HSV-Coach Daniel Thioune auf eine enge Partie am Dallenberg vor. Der Tabellenletzte hat nämlich – gerade nach unglücklichen Entscheidungen in den letzten Wochen – kaum mehr etwas zu verlieren.

"Die Partie wir eine spannende Aufgabe", freute sich Thioune auf das Aufeinandertreffen der tabellarischen Gegensätze, die sich auch in den jüngsten Ergebnissen wiederspiegelt. Nur eines der letzten fünf Spiele konnte Würzburg gewinnen, dagegen verlor Hamburg keines seiner letzten fünf Spiele – spielte aber drei Mal auch nur Unentschieden. Von seinem Kurs wollte Thioune vor dem ungleichen Duell jedoch nicht abweichen: "Wir erwarten viel von uns, können aber auch viel von unserem Gegner erwarten. Wir wollen genau das auf den Platz bringen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben."

"Schwer an uns vorbeizukommen"

Jeremy Dudziak und Bakery Jatta, die im Vorfeld der Partie angeschlagen waren, stehen dem HSV-Trainer am Sonntag (13:30 Uhr) wieder zur Verfügung. Auch Rick van Drongelen wird immer mehr zur Option. Über den Innenverteidiger sagte Thioune: "Es war jetzt die zweite Woche, in der er mit höherer Belastung mittrainieren konnte. Wir werden ihn wohl nicht für Würzburg nominieren, aber in den kommenden wird er ein Kandidat sein." Zum Leidwesen wohl allerdings von Jonas David, der vor sieben Monaten ausgerechnet mit den Würzburger Kickers seinen größten sportlichen Erfolg feierte – dorthin war der HSV-Youngster ausgeliehen und aufgestiegen.

"Ich bin froh, dass ich ihn im Kader habe", machte Thioune dem 20-jährigen Reservisten Mut, der auch unter der aktuellen Pause in der Regionalliga Nord leidet. Der Coach zeigte sich absolut überzeugt von dem Innenverteidiger: "Ich kann mich auf ihn verlassen und er ist sehr fleißig. Spielzeit in der U21 würde ihm guttun, aber er muss geduldig sein." Am Ende des Tages gilt für David aber wohl dasselbe Credo, wie Thioune für den HSV im Gesamten aufstellt. Ein Blick nach links und rechts nutzt nichts: "Wir müssen auf uns schauen und Fußballspiele gewinnen. Wenn wir das tun, wird es auch für die anderen Teams schwer an uns vorbeizukommen."