Erzgebirge Aue: Wieder ein Fehler zu viel!

Das Duell der Sieglosen ging am Freitagabend an den Gastgeber. Der FC Ingolstadt feierte einen 3:2 Erfolg und die Veilchen traten bereits die dritte Heimreise mit leeren Händen an. Für die Veilchen trafen Pascal Testroet und Dimitrij Nazarov, doch aufgrund der Schlafmützigkeiten bei den wenigen Chancen der Schanzer reichte es erneut nicht für einen Zähler. Aue bleibt vor der Länderspielpause tief im Tabellenkeller und der Druck auf Trainer Daniel Meyer nimmt zu.

Röder mit der Hacke, Testroet mit dem ganzen Körper

Wie vor jedem Spiel unter der Führung von Daniel Meyer lohnte sich der Blick auf die Mannschaftsaufstellung. Verletzungsbedingt ersetze Daniel Haas den angeschlagenen Kapitän Martin Männel im Tor, mit Steve Breitkreuz feierte ein weiterer Spieler in der Abwehr sein Saisondebüt. Zum ersten Mal im Mittelfeld stand Calogero Rizzuto, der für Jan Hochscheidt in die Mannschaft rutschte. In der 2. Liga hatten die Veilchen noch nie bei den Schanzern verloren, von diesem Selbstverständnis war von Anpfiff weg aber nichts zu sehen. Die Veilchen überließen den Hausherren die Spielgestaltung und hatten große Mühe den Ball über die Mittellinie zu bekommen. Die 4-1-4-1 Formation, in der Christian Tiffert den Spielgestalter vor der Abwehr gab, konnte die Ingolstädter kaum aufhalten. Die Führung der Schanzer ließ nicht lange auf sich warten, nach einem scharf geschossenen Freistoß, den Haas noch parieren konnte, machte Kerschbaumer den Ball wieder scharf und fand in der Mitte Röcher. Der Neuzugang aus Österreich konnte ungestört per Hacke einschieben, 1:0. Erst der Rückstand rüttelte die Veilchen auf, Daniel Meyer löste die Formation auf und stellte auf das altbekannte 5-2-3 um, Ingolstadt schaltete einen Gang zurück und brachte Aue wieder ins Spiel. Bertram hatte die erste Großchance und prüfte Knaller im Ingolstädter Tor mit einem scharf getretenen Freistoß. Der Ausgleich lag nicht zwingend in der Luft, doch Aue erkämpfte ihn sich in Person von Pascal Testroet. Der bullige Neuzugang aus Dresden behauptete im gegnerischen Strafraum gegen zwei Innenverteidiger den Ball und drückte den Ball schließlich über die Linie. Ein Tor des Willens, der nötigen Entschlossenheit, 1:1.

Ingolstädter Doppelschlag

Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie zunehmend ab und im Mittelfeld erkämpfte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil. Chancen waren absolute Mangelware, die Veilchen störten immer wieder den Spielaufbau der Schanzer, verpassten es aber eigene Offensivaktionen und Gefahr zu kreieren. Eine unschöne Szene beendete dann den Einsatz von Veilchen Verteidiger Fabian Kalig, im Luftduell mit Lucas Galvao bekam der Auer den Ellenbogen ins Gesicht und musste schwer blutend den Platz verlassen. Schiedsrichter Petersen hätte Galvao vom Platz schicken müssen, beließ es aber bei einer Verwarnung. Aue wirkte geschockt und die nächste Ecke flog den Gästen auch prompt um die Ohren. Im Zentrum verlor Bertram halbherzig das Kopfballduell gegen Osawe und am langen Pfosten folgte Kempe seinem Gegenspieler Lezcano lediglich mit den Augen, 2:1. Aue bemühte sich um eine Antwort, doch die Schanzer nutzten die geöffnete Deckung schonungslos aus. In der 79. Minute schnappte sich erneut Kerschbaumer den Ball im Auer Aufbauspiel, der Österreicher bediente Osawe, der nur noch auf Benschop in der Mitte querlegen musste, 3:1. Aue war geschlagen, auch wenn Dimitrij Nazarov kurz vor dem Schlusspfiff noch einen Hammer auspackte und die Kugel aus gut 30 Metern in den Knick jagte. Die Veilchen verlieren zum ersten Mal in der Liga im Audi Sportpark. Zu viele individuelle Fehler vor allem bei Standardsituationen kosteten am Ende den Zähler, den sich die Auer durchaus verdient hätten.

Großes Lob an die mitgereisten Fans

An einem mangelte es an diesem Abend in Ingolstadt wirklich nicht, der Unterstützung der Auer Fans. Gut 400 Veilchen Anhänger hatten sich auf den Weg die A9 hinunter gemacht, um die Erzgebirger lautstark zu unterstützen. Fast über 90 Minuten gaben die Gästefans im Audi Sportpark den Ton an. Auch wenn den Lila-Weißen harte Zeiten bevorstehen, auf die Unterstützung ihrer Fans können sie wie jedes Jahr bauen.

 

 

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