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"Es sind Kleinigkeiten": Thioune fordert Resistenz im Spiel

© imago images / Michael Schwarz

Nach der Last-Minute-Pleite gegen Heidenheim ist der Hamburger SV nun im Krisenduell des hohen Nordens gefordert. Hannover 96 wird zu Gast an der Elbe sein, um die eigene Misere beenden zu wollen. Cheftrainer Daniel Thioune will alle Kleinigkeiten rund um individuelle Fehler und Kommunikationsproblemen abstellen, um selbst zu punkten.

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Der Vorsprung durch einen perfekten Saisonstart ist für den Hamburger SV aufgebraucht, spätestens nach dem folgeschweren Fehler von HSV-Keeper Sven Ulreich am vergangenen Wochenende schrillen an der Elbe wieder sämtliche Alarmglocken. Cheftrainer Daniel Thioune ist gefordert. "Wir müssen deutlich länger in unseren Abläufen bleiben und über die gesamte Spielzeit eine konstante Resistenz im Spiel gegen den Ball entwickeln", will der 46-Jährige dem kommenden Gegner wieder das HSV-typische Spiel vom Saisonauftakt aufdrücken.

Mit Hannover 96 ist allerdings ein Team zu Gast, das nicht weniger ambitioniert ist. Und genauso in der Krise steckt. "Hannover 96 war in allen Spielen sehr aktiv, hat hoch verteidigt und ein aggressives Pressing gespielt", warnte Thioune vor den Fähigkeiten der Niedersachsen. Der HSV will – und muss – den Gegner allerdings in Schach halten, wenn sie die eigene Misere überwinden wollen. Hannover ist dafür kein einfacher Gegner: "Die gewünschten Ergebnisse haben sich, auch aufgrund von Verletzungsproblemen, aber noch nicht eingestellt. Von daher treffen wir auf einen angeschlagenen Gegner, der individuell aber sehr gut besetzt ist." Gleiches könnten die Niedersachsen wohl über den HSV sagen.

Gyamerah hat Adduktorenprobleme

Neben Tom Mickel (Muskelfaserriss in der Bauchmuskulatur) und Rick van Drongelen (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) wird auch Jan Gyamerah möglicherweise ausfallen. Der Abwehrspieler musste das Training wegen Adduktorenproblemen abbrechen, eine Diagnose steht noch aus. Die restliche Truppe schwor Thioune ein, weil er nicht nur negative Aspekte wahrgenommen hatte: "Es sind Kleinigkeiten, aber wenn wir nachlässig sind, dann werden wir bestraft. Wir unterstützen das mit unseren individuellen Fehlern, diese müssen wir reduzieren."

Erhöhen will der Coach dagegen die Kommunikation auf dem Platz, damit sich die Spieler auch auf dem Rasen gegenseitig pushen können. "Die Momente, in denen wir die notwendige Mentalität nicht auf den Platz bringen, dürfen keine Überhand gewinnen", will Thioune die HSV-Krise nicht zur Kopfsache für die Akteure machen. Eine Rückkehr auf die Erfolgsspur im Nordduell dürfte den Plan des Übunsleiters unterstützen.