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Fast 140.000 Euro! Hammerstrafe für Hansa Rostock

IMAGO / Revierfoto

Als wäre das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals aus finanzieller Sicht nicht schon schlimm genug gewesen, muss der F.C. Hansa Rostock nun auch noch eine Geldstrafe in Höhe von 137.925 Euro zahlen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund am Montagabend bekannt. Das Sportgericht des DFB hat die Kogge im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen sieben Fällen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit zwei Strafen belegt.

Halbzeit-Krawallen gegen St. Pauli

Einen Teil der Strafzahlung – 45.900 Euro – darf der Verein "für sicherheitstechnische, infrastrukturelle oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31.Dezember 2022 nachzuweisen wäre", heißt es in der Mitteilung des Verbands. In der 25. Minute des Spiels gegen den FC St. Pauli am 2. April 2022 warf ein Rostocker Zuschauer eine leere Getränkedose in Richtung der Ersatzspieler des Gastvereins. "Der Täter konnte identifiziert werden. Darüber hinaus zündeten Rostocker Anhänger im Spielverlauf 14 Blinker und 14 Bengalische Fackeln", teilte der DFB mit.

Zudem sei es in der Halbzeitpause "zu starken Auseinandersetzungen im Stadionumlauf zwischen den Heim- und Gästefans" gekommen. "Dabei beschossen und bewarfen Rostocker Anhänger zunächst die Gästefans mit Pyrotechnik. Hierbei landeten und explodierten etliche Böller, Knallkörper und Bengalische Feuer in dem mit zahlreichen Gästefans besetzen Umlauf an und vor Kiosken und Toilettenanlagen. Dies wurde von den Gästefans erwidert. Die Lage konnte erst durch starke Polizeipräsenz auf beiden Seiten befriedet werden. In der Abreisephase wiederholte sich diese Situation", wird die Höhe des Strafmaßes erklärt.

Papierrollen, Pyros und eine brennende Fahne

Doch damit noch nicht genug. In der 3. Minute des Duells gegen den Hamburger SV am 15. Mai 2022 "warfen Rostocker Zuschauer fünf Papierrollen auf das Spielfeld. Das Spiel musste für eine Minute unterbrochen werden. Zudem zündeten Rostocker Zuschauer während des Spiels drei pyrotechnische Gegenstände". Auch bei diesem Nord-Duell kam es zu unschönen Szenen während der Halbzeitpause. Von "erheblichen Auseinandersetzungen zwischen Heim- und Gästezuschauern", schreibt der DFB. "Hierbei wurden Hamburger Zuschauer mit Pyrotechnik beworfen und beschossen und erwiderten diesen Beschuss. Die Lage konnte erst durch starke Polizeikräfte unter Einsatz von Pfefferspray beruhigt werden. Die Polizeikräfte wurden durch Rostocker Zuschauer unter anderem mit einem Metallschrank, Feuerlöschern und Mülleimern beworfen. Mindestens drei Polizisten wurden hierbei leicht verletzt."

Zudem stiegen mehrere Rostocker Zuschauer in der 76. Minute in einen "unbesetzten Pufferblock und zündeten mit Bengalischen Feuern eine große blau-weiße Fahne an. Diese brannte mit offener Flamme und starker Rauchentwicklung fast vollständig ab, ehe sie vom Ordnungsdienst gelöscht wurde. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für zwei Minuten".