FC St. Pauli: Kiezklub fährt ein Minus von 557.000 Euro ein
Der FC St. Pauli beendet das Geschäftsjahr mit einem Defizit. Wie "transfermarkt.de" berichtet, hat der Kiezklub die Saison 2019/20 aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit einem Minus von 557.000 Euro abgeschlossen. Für die laufende Spielzeit erwartet Präsident Oke Göttlich sogar den zehnfachen Verlust.
"Vier Heimspiele ohne Publikum"
Konzernweit durfte sich der FC St. Pauli vor einem Jahr noch über einen Gewinn von 1,56 Millionen Euro freuen, nun vermeldeten die Hamburger ihren ersten Verlust seit neun Jahren. Grund dafür sind - natürlich - die Auswirkungen der aktuellen Weltlage. "Wie viele andere Unternehmen auch, ist der FC St. Pauli von der Corona-Pandemie stark betroffen", verdeutlichte FCSP-Präsident Oke Göttlich, dass unter anderem die fehlenden Zuschauereinnahmen zu einem finanziellen Loch führen. Dies sind allerdings nicht die einzigen Stellschrauben.
In einer digitalen Mitgliederkonferenz nahm Göttlich Stellung zur aktuellen Lage, auf der Homepage der Hamburger heißt es dementsprechend: "Vier Heimspiele ohne Publikum, Absagen im Veranstaltungsbereich, geschlossene Fanshops und weniger Medienerlöse von zirka 4 Millionen Euro mussten durch teilweise Einsparungen im letzten Quartal kompensiert werden." Ein Lob ging derweil an alle Mitglieder, Fans und Partner, die solidarisch auf Erstattungsansprüche verzichteten.
Minus von fünf Millionen erwartet
Darüberhinaus will der Klub am 2. Mai 2021 eine Präsenzveranstaltung am Millentor durchführen, weil "Online-Veranstaltung von sehr vielen Mitgliedern nicht gewünscht", wie es Göttlich im Bezug auf die digitale Mitgliederversammlung durchaus bewusst ist. Seitens des Klubs heißt es in der aktuellen Lage aber: "Es ist aber die einzige Alternative, unseren satzungsgemäßen Verpflichtungen nachzukommen."
Im Mai kann Göttlich dann möglicherweise schon eine genauere Prognose abgeben, wie der finanzielle Verlust für die Saison 2020/21 für den FC St. Pauli ungefähr aussehen könnte. Aktuell rechnet der Klub für das laufende Geschäftsjahr mit einem Minus von fünf bis sechs Millionen Euro. Immerhin positiv: "Das Eigenkapital im Konzernverbund lag zum 30. Juni bei 13,5 Mio. Euro", wie "tm.de" berichtet. Dennoch kommen auch auf den FCSP weiterhin herausfordernde Zeiten zu.