FCK demütig: "Heißt nicht, dass wir jetzt chillen" - Boyd auf Rekordkurs

Alle Beteiligten beim 1. FC Kaiserslautern wollten nach dem enttäuschenden 0:3 zu Hause gegen Regensburg eine Reaktion sehen. Mit Erfolg: Beim F.C. Hansa Rostock setzte sich der Aufsteiger mit 2:0 durch, nahm die Geschenke der Hausherren durch Terrence Boyd dankend an.

"Uns fehlten ein wenig die 'Cojones'"

Sieben Spiele mussten die Lautrer auf einen Sieg warten. Am Freitagabend war es endlich wieder soweit. Erstmals seit dem 21. August (3:1 in Fürth) gingen die Pfälzer wieder als Sieger vom Platz, schoben sich vorerst auf Platz sieben vor - neun Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Der Aufsteiger ist voll im Soll. Auch von einer schwierigen Anfangsphase mit "brutal weit vorn" anlaufenden und pressenden Rostockern ließ sich die Mannschaft nicht vom Weg abbringen, lobte Trainer Dirk Schuster.

"Das Wichtigste hat der Trainer gerade im Kreis gesagt: 'Demütig bleiben'. Wir sind noch lange nicht am Ziel, was die 40-Punkte-Marke angeht. Wir haben wieder einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt hinsetzen und chillen können. Die Niederlage letzte Woche haben wir noch nicht vergessen", sagte Terrence Boyd nach der Partie am Mikrofon von "Sky". Wie gewohnt setzte bei den Pfälzern keiner zum Höhenflug an und sieht den Ligaverbleib als Selbstläufer an. Denn Luft nach oben ist noch da: "Die ersten 20 Minuten fehlten uns ein wenig die 'Cojones', Rostock hat uns da noch zu schnell den Schneid abgekauft."

Boyd auf Rekord-Kurs

Doch macht das Team so weiter, steht diesem nichts im Weg. "Nach dem 2:0 haben wir die Partie relativ abgetrotzt nach Hause gefahren, und es seriös wegverteidigt", lobte Schuster den reifen Auftritt des Teams. Diese Abgeklärtheit ist einer der Grundpfeiler, den es für den Klassenerhalt benötigt. "Mit der Führung kam mehr Sicherheit in unser Spiel", erklärte der 54-Jährige. Man sei damit einverstanden, "dass wir nach langer Leidenszeit mal wieder ein Spiel gewonnen haben".

Ein weiterer Grundpfeiler ist Boyd. Der Angreifer netzte an der Ostsee doppelt ein (67./82.), profitierte dabei von zwei Kogge-Fehlern. Erst rutschte Keeper Markus Kolke ein Kopfball durch die Beine, in der Schlussphase verschätzte sich Rick van Drongelen bei einem langen Ball, weshalb der Knipser aufs Tor zulaufen konnte, trotz Bedrängnis aber cool blieb. Nach nun 29 Spielen für den einstigen Deutschen Meister steht der beliebte Angreifer schon bei 15 Toren. Selbst Vereins-Idol Olaf Marschall kann bei dieser Quote nicht mithalten. Nur Klaus Toppmöller (108 Tore in 204 Spielen) hat eine bessere Quote.

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