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FCK-Geschäftsführer Hengen: "Müssen mehr investieren als die anderen"

IMAGO / Eibner

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist für viele Vereine einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Nicht jedoch für den 1. FC Kaiserslautern, der als einstiger Deutscher Meister kein normaler Aufsteiger ist. Das Umfeld, die Tradition – alles spricht für mehr als Zweitliga-Fußball. Dennoch sei der Klassenerhalt das oberste Ziel der Pfälzer, sagt Geschäftsführer Thomas Hengen im Interview mit dem "SWR".

"Versuchen, uns noch sukzessive zu verstärken"

Aktuell verweilt die Mannschaft im Trainingslager in Südtirol, bereitet sich seit einer Woche auf die neue Saison vor. Es laufe "sehr gut", berichtete Hengen. "Die Plätze sind gut, wir haben eine Sauna dabei, ein Schwimmbad, einen Kraftraum, tolles Essen und nette Leute im Hotel, die sich um alles kümmern, was wir brauchen. Also sehr gute Bedingungen." Doch der Ausflug ist alles andere als ein Wohlfühl-Trip für die Spieler. Es stehen straffe, sehr schweißtreibende Einheiten auf dem Plan.

"Wir müssen mehr tun als die anderen, weil die einen Vorsprung haben. Wir sind jetzt das erste Mal dabei in dieser harten Liga und da gilt es, sich zu beweisen", erklärt Hengen, warum Trainer Dirk Schuster die Profis ordentlich quält. "Wir müssen einfach viel mehr investieren, das werden wir noch früh genug merken, aber da setzen wir an. Das ist das eine, das Kollektiv das andere. Und dann versuchen wir, uns noch sukzessive zu verstärken. Wie auch immer das funktioniert bis zum Saisonstart, beziehungsweise bis zum Transferschluss."

Abstand zur Konkurrenz größer geworden

Denn das Ziel für die kommenden Monate ist trotz aller Euphorie und Schwelgen in erfolgreicheren Zeiten klar: "Alles andere als der Klassenerhalt wäre vermessen für einen Aufsteiger, wie wir es sind. Wir sind jetzt ja auch ein paar Jahre nicht in der zweiten Liga gewesen. Dementsprechend ist der Abstand auch einen Tick größer geworden. Und den gilt es jetzt, so schnell wie möglich, zu verkleinern, was eine große Aufgabe für uns sein wird."

Sechs externe Spieler haben die Roten Teufel bislang verpflichtet. Damit sei man "eigentlich voll im Plan", so Hengen. Der 47-Jährige hofft, dass keine weiteren Verletzungen wie zuletzt bei Angelos Stavridis (Knöchelbruch) dazukommen. "Auf der einen oder anderen Position sind wir nicht ganz so dick besetzt. Der Markt ist im Moment ja wieder ein bisschen ruhiger geworden, die Bundesligisten haben jetzt gerade angefangen und ich denke, wenn wir dann in die Saison starten, wird noch mal ein bisschen mehr Bewegung reinkommen."

Mit Andreas Luthe (Union Berlin) und Weltmeister Erik Durm (Eintracht Frankfurt) konnte der Klub schon zwei namhafte Spieler an den Betzenberg lotsen. Beiden Spielern attestiert Hengen große Lust auf ihre neue Aufgabe. "Und ich glaube, das macht es auch aus, dass du Jungs bekommen kannst, die nicht ihren letzten Vertrag unterschreiben wollen, sondern immer noch Ziele haben. Das ist sehr, sehr wichtig." Und das ist vorerst der Klassenerhalt.