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FCM: Harant geht nach zwölf Jahren – wird Bittroff Kapitän?

IMAGO / Christian Schroedter

Nach zwölf Jahren gehen Philipp Harant und der 1. FC Magdeburg getrennte Wege. Wie der Aufsteiger bekannt gab, wurde der Vertrag mit dem Abwehrspieler "im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst". Zuletzt war der 23-Jährige an Regionalligist Berliner AK ausgeliehen. Ab Sommer wird er bei Viertligist BSG Chemie Leipzig spielen, unterschrieb dort einen Vertrag bis 2024.

33 Spiele für den Berliner AK

Im zarten Alter von elf Jahren war Harant 2010 in den Nachwuchs des FCM gewechselt. Abgesehen von einer Leihe zu Germania Halberstadt (Januar bis Juni 2019) trug der gebürtige Sachsen-Anhaltiner stets das Trikot der Ottostädter. Seinen ersten Einsatz für die Profis hatte er am ersten Spieltag der Drittliga-Saison 2019/20. Doch auch aufgrund einiger Verletzungen kamen nur 13 weitere Einsätze in Pokal und Liga hinzu. Um dem Defensivakteur mehr Spielzeit geben zu können, wurde er in der abgelaufenen Saison zu Viertligist Berliner AK ausgeliehen. Dort absolvierte Harant 33 Spiele und gehörte zum Stammpersonal.

"Philipp hat durch seine Leihen nach Halberstadt und Berlin viel Spielpraxis in der Regionalliga Nordost gesammelt. Deshalb sah er sich nicht bei unserer zweiten Mannschaft in der Verbandsliga und bat um eine Vertragsauflösung. Diesem Wunsch kamen wir nach und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute", so Otmar Schork, Geschäftsführer Sport des 1. FC Magdeburg. Am Montag wurde bekannt, dass Harant für zwei Jahre zu Chemie Leipzig wechselt und somit in der Regionalliga Nordost bleibt.

Bittroff Kandidat für das Kapitänsamt?

Offen ist auch noch, wer in der kommenden Saison das Kapitänsamt bei den Magdeburgern innehaben wird. Nach dem Abgang von Tobias Müller ist die Stelle vakant. Denkbar ist, dass Alexander Bittroff die Binde übernimmt. Die 33-Jährige ist der älteste Spieler im FCM-Kader, verfügt zudem über die Erfahrung von 167 Zweitligaspielen für Energie Cottbus und den FSV Frankfurt. "Das, was ich letztes Jahr verkörpert habe, versuche ich wieder auf den Platz zu bringen und ich versuche allen, die um mich herum spielen, zu helfen", sagte Bittroff der "Bild".

Ob er deshalb nun der logische Nachfolger von Müller wird? "Das entscheidet am Ende der Trainer. Ich glaube, wir haben genug Spieler, die die Rolle bekleiden könnten", gab er sich diplomatisch, würde sich aber natürlich nicht dagegen wehren. "Ich denke, ich habe auch Eigenschaften, die wichtig für das Team sind." Trainer Christian Titz gab zu Protokoll, er würde "jetzt erst einmal abwarten" wollen und dass "mehrere Spieler infrage" kämen.