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FCN droht Absturz im Keller: "Können die Tabelle lesen"

© IMAGO / Uwe Kraft

Gerät der 1. FC Nürnberg gegen Osnabrück wieder in Bedrängnis? Mit diesen Sorgen geht der Club in das Kellerduell mit den Niedersachsen, die seit neun Spielen keinen Punktgewinn mehr einfahren konnte. Einen Ausrutscher gegen den aktuellen Krisenklub der Liga darf sich das Team von Cheftrainer Robert Klauß nicht erlauben, sonst geht das Prädikat möglicherweise direkt an den FCN über.

Nürnberger wohl einsatzbereit

Aktuell steht der 1. FC Nürnberg fünf Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz, den der kommende Gegner aus Osnabrück innehält. Die Lila-Weißen reagierten auf ihre Talfahrt zuletzt mit einem Trainerwechsel und haben sogar noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Im direkten Aufeinandertreffen sollte der Club daher unbedingt einen Sieg einfahren, um die eigenen Nerven nicht zu strapazieren. "Osnabrück hat jetzt einen neuen Trainer und ist dadurch natürlich schwieriger einzuschätzen", machte sich FCN-Coach Robert Klauß auf alles gefasst. Denn viel konnte er über den VfL nicht zusammenstellen, zumal es die erste Cheftrainer-Position für Markus Feldhoff ist: "Die Gegneranalyse wird daher recht knapp ausfallen."

In Nürnberg sorgen sich die Fans weiterhin um die Offensive, denn mit Pascal Köpke (Kreuzbandriss), Robin Hack (Außenbandriss) und Felix Lohkemper (Knochenödem) fehlen drei wichtige Angreifer weiterhin, genauso auch Talent Paul-Philipp Besong. In der Abwehr muss Klauß derweil auf Noel Knothe (Sprunggelenksverletzung) verzichten, während es bei Fabian Nürnberger immerhin gute Nachrichten gab: "Nürnberger hat heute einen Lauf absolviert. Da sind wir optimistisch, dass er dabei sein kann." Angesichts der kritischen Ausgangslage wird Klauß wohl jeden verfügbaren Mann brauchen.

Schritt aus dem Keller heraus?

"Wir wollen den Gegner immer hoch attackieren", gab der Übungsleiter die allgemeine Marschroute auch gegen Osnabrück aus. Doch auch Klauß weiß: "Mal gelingt uns das besser, mal weniger gut." Deswegen setzte der FCN-Coach in dieser Woche auch "bei unseren Standars" an, um größere Gefahr beim ruhenden Ball auszustrahlen. Mit 30 Toren hat der FCN dennoch die meisten Treffer der letzten fünf Mannschaften erzielt – trotz der zahlreichen Ausfälle. Auch 37 Gegentreffer sprechen nicht die Sprache eines Absteigers, wenngleich Nürnberg bei einer Niederlage wieder tief hereinrutschen kann.

Klauß wird eine Balance finden müssen: "Wir sind uns der aktuellen Situation sehr bewusst und können die Tabelle lesen. Wir reden darüber, wie wir handeln wollen und müssen, um die Situation zu verbessern." Denn am Sonntag (13:30 Uhr) könnte dem FCN genauso gut einen großen Schritt aus dem Keller heraus gelingen.