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FCN macht Minus: Fehlbetrag von 9,4 Millionen

© imago images / Zink

Die Saison 2020/21 stand im Zeichen der Corona-Pandemie, das haben nahezu alle Klubs vor allem in den Zahlen des jeweiligen Geschäftsjahres zu spüren bekommen. Auch der 1. FC Nürnberg weist daher einen Jahresfehlbetrag aus – in Höhe von 9,4 Millionen Euro. Das Eigenkapital ist dadurch fast aufgebraucht.

"Richtungsweisende Entscheidung für Vermarktung"

Club-Vorstand Niels Rossow gab die Zahlen für den 1. FC Nürnberg auf der diesjährigen Hauptversammlung an diesem Samstag bekannt. Demnach wurden die zugeschalteten FCN-Mitglieder über einen Jahresfehlbetrag in Millionenhöhe für das vergangene Geschäftsjahr informiert. Trotz geringer Aufwendungen in Höhe von 8,2 Millionen Euro wurde das Eigenkapital nahezu komplett aufgebraucht. Von 10,4 Millionen Euro blieben nur noch 1,1 Millionen Euro übrig – darin sind bereits die Corona-Hilfen des Staates in Form von Überbruckungshilfen oder Kurzarbeitergeld enthalten.

"Die Zahlen sind nicht erfreulich. Wir blicken auf ein äußerst herausforderndes Jahr zurück, das unseren operativen Geschäftsbetrieb und die Erfüllung unserer strategischen Zielsetzungen stark beeinträchtigt hat", äußerte sich Rossow kritisch, aber nicht gänzlich unzufrieden. "Trotzdem haben wir es mit großer Disziplin geschafft, uns in der Corona- Pandemie eine wirtschaftliche Ausgangslage zu erarbeiten, die es uns erlaubt hat, eine richtungsweisende Entscheidung für unsere zukünftige Vermarktung zu treffen." Gemeint ist, dass sich der FCN vom Vertrag Sportrechtevermarkter 'Sportfive' freikaufen konnte – auch das kostete eine Millionensumme.

Verbindlichkeiten von 13 Millionen Euro

Somit summieren sich fehlende Ticketeinnahmen (8,3 Millionen), geringere TV-Gelder (2,6 Millionen) und ein Minus bei den Transfererlösen (10 Millionen) zu einem großen Gesamtfehlbetrag. Der Club musste entsprechend neues Fremdkapital aufnehmen, wie auch die "Bild"-Zeitung berichtet. Die Gesamtverbindlichtkeiten der Nürnberger sollen somit um 3,2 Millionen auf insgesamt 13 Millionen Euro steigen. Angesichts der sportlichen Entwicklung, die den FCN nach dem 9. Spieltag auf den fünften Platz bringt, scheint der Club insgesamt dennoch auf dem richtigen Kurs zu sein.