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FCN-Rettung in letzter Sekunde: "Nächstes Jahr in der 2. Liga – nur das zählt."

imago images / Zink

Nach einem irren Last-Minute-Treffer in der Relegation gegen den FC Ingolstadt rettete der 1. FC Nürnberg am Ende doch noch den Klassenerhalt. Dabei sah es kurz vorher noch so aus, als sei alles vorbei.

"Das hat alles getoppt"

Zwischen der 66. und 96. Minute war der 1. FC Nürnberg quasi abgestiegen. Das Hinspielergebnis von 2:0 hatte der Club aus der Hand gegeben, Ingolstadt lag mit 3:0 vorne – und es sah aus, als würde das eine, rettende Tor einfach nicht fallen wollen, obwohl Nürnberg alles nach vorne warf.

Bis zur allerletzten Minute, der allerletzten Aktion sollte es dauern, dass der erlösende Treffer doch noch fiel. Schleusener war es, der mit seinem Tor alle Dämme brechen ließ. Ingolstadt blieb in der 3. Liga – und Nürnberg in der zweiten.

"Ich bin schon lange dabei, aber das hat alles getoppt", gab Trainer Michael Wiesinger auf der Vereinswebsite zu Protokoll: "Wir haben uns geschüttelt, sind am Ende All In gegangen und sind glücklicherweise belohnt worden. Das war ein überragendes Tor, das ist für uns elementar wichtig", fasste der Coach zusammen: "Der 1. FC Nürnberg spielt nächstes Jahr in der 2. Liga – nur das zählt."

Schleusener "in Trance"

Nach dem Spiel ließen die Spieler ihren Emotionen freien Lauf. Nachdem es erst zur Rudelbildung kam, konnte der FCN seine Rettung feiern: "Das ganze Jahr war für uns nicht einfach. Wir hatten uns im Hinspiel eine gute Ausgangssituation erspielt. Ingolstadt hat uns dann zweite Halbzeit überrollt“, blickte Torhüter Christian Mathenia auf die Hürden der Spielzeit zurück: "Kompliment auch an Ingolstadt, sie haben es nicht verdient, in der 3. Liga zu bleiben."

Und Torschütze Fabian Schleusener hatte so seine Probleme, überhaupt zu realisieren, was da gerade passiert war: "Unfassbar, mir fehlen wirklich die Worte. Es ist eine riesige Erleichterung, die von uns allen abfällt", so der Angreifer: "Ich weiß nicht, ob ich jemals so viele Männer in Tränen gesehen habe. Ich habe am Ende nur noch die Traube über mich gespürt, an mir ging sogar vorbei, dass das Tor noch überprüft wurde. Es ist für mich schwer, das Spiel zu analysieren. Ich bin einfach nur in Trance."

So ähnlich dürfte es auch so manchem FCN-Fan ergangen sein, nachdem man die letzten Minuten erlebt hatte. Nun geht es in die Sommerpause – bevor Nürnberg auch in die kommende Saison als Zweitligist starten darf.