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FCN vergibt erneut eine Führung: "Die Qualität hatte am Ende Bochum"

© imago images / Zink

Der VfL Bochum ist Tabellenführer für mindestens eine Nacht, weil der 1. FC Nürnberg die entscheidenden Zweikämpfe gegen das Spitzenteam der Liga verlor. Zwar gingen die Franken durch einen Treffer von Manuel Schäffler zunächst in Front, aber mit fortlaufender Spieldauer drehten die Bochumer die Partie zum vermeintlich deutlichen Sieg. Aber auch Nürnberg hätte nach eigener Einschätzung etwas mitnehmen können.

"Viele knappe Sachen dabei"

Es ist die alte Leier, die den FCN schon über die gesamte Saison verfolgt – nach einer Führung der Nürnberger siegen meist die Gegner. Nur 120 Sekunden nach dem siebten Saisontreffer von Manuel Schäffler war die FCN-Abwehr geschlagen, als sie sich von einer Flanke auf Robert Zulj unaufmerksam zeigte. Jeglicher Protest einer Abseitsposition erstickte, trotzdem gingen die Nürnberger mit dem Remis in die Pause. "Mit der ersten war ich nicht zufrieden, auch wenn es am Ende 1:1 steht", erklärte FCN-Cheftrainer Robert Klauß nach der Partie, dass ihm dieses Halbzeitergebnis aufgrund der Leistung nicht passte.

Im zweiten Abschnitt stellten die Franken um und schienen das Spiel unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die Riesenchance zur erneuten Führung vergab Schäffler aus fünf Metern. "Nach der Pause muss ich das 2:1 machen, ich bin heute häufiger im Strafraum zum Abschluss gekommen. Wenn ich da treffe, läuft das Spiel wahrscheinlich anders", ärgerte sich der 31-Jährige über den Fehlschuss, der nur zehn Minuten später durch einen weiteren Treffer der Bochumer bestraft wurde. Es folgte die Entscheidung, die für Schäffler nicht hätte sein müssen: "Es waren heute viele knappe Sachen dabei, aber wir haken das schnell ab und machen weiter."

Klauß ärgert die Zweikampfführung

Bleibt die Frage nach der Ursache. "Bei den Gegentoren geht es um die entscheidenden Duelle in den Zweikämpfen. Wenn wir besser verteidigen, nehmen wir hier heute auch etwas mit", suchte Innenverteidiger Lukas Mühl nach dem Ansatz, den die Nürnberger in den kommenden Partien noch verbessern müssen. Auch Cheftrainer Klauß sah die Krux in der Zweikampfführung: "Wir haben die entscheidenden Duelle verloren, das waren mit die Knackpunkte. Das ist in dieser Liga aber sehr wichtig." Ohne siegreiche Duelle auf dem Platz sei es gegen ein Spitzenteam, wie Bochum eines ist, schwierig. Das gestand auch Klauß neidlos ein: "Die Qualität hatte am Ende Bochum."

Für eine Nacht ist der VfL nun Spitzenreiter, während Nürnberg im Mittelfeld der Tabelle auf dem zwölften Platz verharrt. Bei ungünstigem Verlauf am Sonntag kann der FCN noch zwei weitere Plätze abrutschen. Weiter geht es in der kommenden Woche beim letzten Spiel der Hinrunde, welches Nürnberg am Sonntag (13:30 Uhr) gegen Hannover bestreiten wird.