Findet Union Berlin gegen Dresden wieder in die Erfolgsspur?

Es war der Paukenschlag in dieser Woche. Union-Trainer Jens Keller wurde von seinen Aufgaben entbunden, obwohl er mit seiner Mannschaft auf Rang vier stand. André Hofschneider trat die Nachfolge an und darf sich am Samstag beim Spiel gegen Dresden auf ein emotionales Duell freuen.
Ausverkauftes Haus und viele Bekannte
Wenn am Samstag um 13 Uhr der Anpfiff ertönt, werden für 90 Minuten viele Freundschaften ruhen. Denn für einige ist es ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Da sind auf Union-Seite Spieler wie Toni Leistner und Akaki Gogia, die bereits für Dynamo Dresden spielten. Aber es ist auch ein Treffen zwei ehemaliger Gefährten an der Seitenlinie. Dresden Coach Uwe Neuhaus trainierte Union sieben Jahre lang und führte sie zurück in den Profifußball. Sieben Jahre stets an seiner Seite war Co-Trainer Hofschneider. Nun begegnen sich beide im direkten Duell. Der Union-Trainer ist sich der besonderen Bedeutung dieses Spiels bewusst und verdeutlichte dies auf der Pressekonferenz vor dem bevorstehenden Spiel: „Das alleine wird bei dem ein oder anderen Spieler die zusätzlichen Prozentpunkte rauskitzeln, die notwendig sind, um in so einem Spiel zu bestehen.“
Heimstärke als Trumpf
Die Zielsetzung für das Heimspiel ist für Hofschneider klar: „Wir orientieren uns nicht daran, was Dresden macht. So selbstbewusst sind wir. Wir respektieren den guten Trainer, das gute System und die gute Mannschaft – die besser ist, als es die Ergebnisse vor den letzten zwei Spielen oder die Tabelle darstellen. Trotzdem, wir spielen zu Hause und wollen das Spiel natürlich gewinnen.“
Großartige Veränderungen verneinte er indes. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit wird es keine ausschweifenden Personaländerungen oder Systemumstellungen geben. Der Kader ist darüber hinaus „im gleichen Zustand wie vor einer Woche“.
Der FCU will nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg zurück in die Erfolgsspur. Doch sie sollten gewarnt sein. Dresden scheint seine Form gefunden zu haben, nachdem sie erst Düsseldorf (3:1) und anschließend Aue (4:0) souverän bezwangen.