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Fortuna aus dem Aufstiegsrennen: "An Frustration nicht zu überbieten“

© imgao-images/Uwe Kraft

Für Fortuna Düsseldorf scheint der Zug in Richtung Bundesliga abgefahren. Nach der 0:3-Heimpleite gegen Spitzenreiter VfL Bochum gab sich bei den Rheinländern niemand mehr Illusionen von der direkten Rückkehr ins Oberhaus hin.

Rösler: "Brauchen nicht von Aufstieg sprechen“

"Wir brauchen nach so einer Niederlage nicht vom Aufstieg sprechen“, beendete Trainer Uwe Rösler im Sky-Interview sichtlich angefressen Rechenspiele über die verbliebenen Chancen seiner Mannschaft auf einen Platz in der Aufstiegszone.

Tatsächlich sind die Aussichten des Erstliga-Absteigers nach der zweiten Niederlage auf eigenem Platz fast nur noch theoretischer Natur. Acht Runden vor dem Saisonende liegt Düsseldorf auf dem sechsten Platz sieben Punkte hinter der SpVgg Greuther Fürth auf dem Relegationsrang. Zudem hat der Tabellenvierte Holstein Kiel einen Zähler hinter Fürth noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Der ungünstigen Konstellation entsprechend fiel Röslers Fazit trotz eines weitgehend durchaus überzeugenden Auftritts seiner Mannschaft gegen den Tabellenführer ernüchtert aus. "Wie schon öfter in Spielen gegen Teams mit großer Qualität haben wir Gegentore aus dem Nichts kassiert. In den entscheidenden Momenten sind uns die Spitzenmannschaften einen Schritt voraus“, meinte der Coach mit Blick auf Fortunas "schwarze Serie“ in der laufenden Saison gegen die vier Top-Teams der Liga.

Gelegenheiten zur Beendigung dieses Negativtrends hatten die Platzherren allerdings reichlich. Doch die Fortuna ließ besonders im ersten Durchgang Chance um Chancen liegen – und Bochum erwies sich hingegen mit zwei Treffern aus kaum mehr Möglichkeiten als Beispiel an Effizienz. "Das ist an Frustration nicht zu überbieten“, machte Rösler aus seiner Enttäuschung über den vermutlich entscheidenden Rückschlag im Aufstiegsrennen kein Hehl: "Uns hat es einfach an Effizienz gefehlt. Das Ergebnis ist nur schwer zu verdauen“, meinte der Ex-Profi später noch auf der Vereinshomepage.

"Haben oben nichts zu suchen“

Auch Marcel Sobottka hatte an der Pleite zu knabbern. "Wir hatten sieben, acht Hochkaräter – und kriegen mit dem ersten Schuss ein Gegentor. Für den Kopf ist das schwierig. Aber wenn man seine eigenen Möglichkeiten nicht nutzt, hat man oben nichts zu suchen. Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Bei den Bochumern hat man gesehen, dass sie eine Spitzenmannschaft sind“, bilanzierte der 26-Jährige niedergeschlagen.

Sobottkas Kollege Rouwen Hennings wollte die Hoffnung unterdessen noch nicht ganz aufgeben. Für das nächste Spiel nach der Länderspiel-Pause am Ostersonntag (4. April) bei Darmstadt 98 versprach trotz des Nackenschlages unverdrossen Einsatz: "Die Enttäuschung ist riesengroß. Aber wir werden weitermachen.“