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Fortuna Düsseldorf: "Wir kommen, um zu bleiben"

Für viele kam der Aufstieg der Fortuna überraschend. Doch in der Chefetage der Düsseldorfer laufen die Planungen für die Bundesliga längst auf Hochtouren. Anders als noch vor fünf Jahren will sich der Verein dieses Mal in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Schäfer plant schon lange für die Bundesliga

Kaum einer hatte Fortuna Düsseldorf eine derart erfolgreiche Saison vorrausgesagt. Mit Ach- und Krach konnte man in der vergangenen Saison den Abstieg in die 3. Liga noch abwenden. Und zu Beginn der neuen Spielzeit waren sich die Experten einig, dass Friedhelm Funkel zu den Ersten gehören würde, die die Hinrunde als Trainer nicht überleben.

Und auch die Transferpolitik schien zunächst konfus. Erst spät im August 2017 formte sich ein Team, zusammengestellt aus mehreren Leihgeschäften (Haruguchi, Neuhaus, Usami). Dazu Rouwen Hennings, bei dem nach seinem England-Abenteuer niemand wusste, wo er steht.

Am Ende kann man den Machern der Fortuna nur mehr gratulieren. Jeder Neuzugang überzeugte und Friedhelm Funkel wurde schließlich wieder einmal seinem Ruf als Aufstiegs-Experte gerecht. Nun der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer scheint von dieser rasanten Entwicklung seines Vereins nicht überrascht. Wie er der "Rheinischen Post" verrät, beschäftigt sich die Führungsetage schon seit einiger Zeit konkret mit dem Aufstieg in die Bundesliga. "Alles was wir in den vergangenen Monaten gemacht haben, war darauf ausgerichtet, dass wir uns so aufstellen, dass wir uns diesmal in der Bundesliga etablieren“.

Funkel will Spieler mit Charakter nach Düsseldorf holen

Natürlich will man jetzt Nägeln mit Köpfen machen. Die Leihspieler sollen gehalten werden und abgesehen von Neuhaus, der wohl nach Mönchengladbach zurückkehrt, wird das auch gelingen. Auch die Routiniers wie Fink, sowie die starken Torhüter Wolf und Resing bleiben der Fortuna erhalten, genauso Rouwen Hennings.

Derweil erhöht die Fortuna ihren Etat auf etwa 30 Millionen Euro. Ein gehöriger Sprung, auch wenn die Rheinländer mit dem Vermögen weiterhin zum unteren Drittel in der Bundesliga gehört. Und natürlich werden die Düsseldorfer ihr Team nach Aufstieg mit weiteren Neuzugängen verstärken. Funkel, der sich nach acht Jahren wieder Bundesligatrainer nennen darf, wünscht sich "Mentalitätsspieler, die nicht wegen des Geldes nach Düsseldorf kommen, sondern sich beweisen wollen."

Zunächst aber soll der Aufstieg in die Bundesliga doch ein wenig gefeiert werden. Am kommenden Sonntag gegen Holstein Kiel werden in der Arena 50.000 Fortuna-Fans dem frischgebackenen Aufsteiger einen emotionalen Empfang bereiten.