Fortuna Düsseldorf: Selbstreflexion führt zum Erfolg

Der Fußball im Allgemeinen und der Profifußball an sich ist bekanntlich ein extrem schnelllebiges Geschäft. Zweitligist Fortuna Düsseldorf ist dafür ein exzellentes Paradebeispiel, wie man innerhalb eines kurzen Zeitraums vom Sorgenkind zu einem Positivbeispiel mutieren kann. Es ist erst wenige Wochen her, als der Traditionsverein vom Rhein nach dem völlig unnötigen DFB-Pokalausscheiden gegen den Regionalligisten Würzburger Kickers und dem maximal mäßigem Saisonstart mit den beiden Remis gegen Union Berlin und Braunschweig zum Auftakt und der 0:2-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC an Spieltag drei in eine kleine Krise schlitterte. Zwei Siege in Serie haben nun dafür sorgen können, dass die Stimmungslage deutlich angenehmer ist. Und womit? Mit Recht!

Clevere Fortuna setzt Zeichen

Fehler macht jeder irgendwann und irgendwo. Wichtig ist es nur, dass man den gleichen Fehler nicht wiederholt. Nach diesem Motto handelte sicherlich auch Düsseldorfs-Cheftrainer Oliver Reck, der seine Mannschaft mit der maximalen Ausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen wieder in die richtige Spur bringen konnte. Mit nunmehr acht Punkten besitzen die Rheinländer aktuell den Verfolgermodus. Der Abstand auf Spitzenreiter FC Ingolstadt 04 liegt etwa bei gerade einmal drei Punkten. Ein klares Zeichen, dass diese Spielklasse enorm ausgeglichen besetzt ist. Zudem muss auch ehrlich konstatiert werden, dass die Leistungssteigerung der Düsseldorf wahrlich zum richtigen Zeitpunkt gekommen ist. Noch sind alle Mannschaften relativ eng beieinander, sodass zwei Siege am Stück ein Klettern in der Tabelle möglich machen. Sicherlich war die Vorstellung beim Tabellenletzten FC Erzgebirge Aue nicht überragend. Vielmehr erzielte der langjährige Bundesligist zum richtigen Zeitpunkt die notwendigen Treffer, um letztlich für die Wende zu sorgen. Ein klares Zeichen für die Stärke der Fortuna.

2:0-Auswärtssieg in Nürnberg als Paradebeispiel

Bestätigt wurde diese erfreuliche Tendenz noch durch den 2:0-Auswärtssieg beim 1. FC Nürnberg. Mit einer hohen taktischen Disziplin und einem schnellen Umkehrspiel gelang den Reck-Kickern dieser wichtige Auswärtssieg gegen den vermeintlichen Top-Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg. Ein cleverer Spielvortrag der Düsseldorf, die im Stile einer Spitzenmannschaft aus einer stabilen Defensive ihre Konter fahren konnten. Der Fortuna-Fußball wirkt wieder erfrischend und mit einem Hauch von wohltuendem Selbstbewusstsein. In dieser Form steigen die Aktien auf den Aufstieg erheblich, weil auch die mannschaftliche Geschlossenheit ein ganz wesentliches Erfolgskriterium sein kann. Die Spieler kämpfen füreinander und bügeln die Fehler des anderen Spielers aus. Die Qualität der Spieler ist für ein Spitzenteam definitiv vorhanden. Nun können die Spieler auch wirklich ihre Fähigkeiten auf dem Spielfeld demonstrieren. Diese Reifeprüfung und der leidenschaftliche und konzentrierte Spielvortrag ist auch den großen Verdiensten von Cheftrainer Reck zuzuschreiben, der den Draht zur Mannschaft auch weiterhin in voller Intensität besitzt. Der Spieler aus der Modemetropole haben auf ausgezeichnete Art und Weise verstehen können, dass sie etwas an ihrem Spiel ändern müssen. Eine Eigenschaft, die sicherlich viel Selbstreflexion erfordert. Mit dieser Fortuna wird zweifelsfrei zu rechnen sein, wenn im Frühsommer die Mandate für die Erstklassigkeit in der 2. Fußball-Bundesliga vergeben werden.

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