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Fortuna kassiert Dämpfer: "Selten so viele so gute Torchancen gehabt"

© IMAGO / Treese

Chancen für einen Sieg hatte Fortuna Düsseldorf genügend. Dennoch mussten sich die Rheinländer am Dienstagabend mit 0:2 bei Hannover 96 geschlagen geben und einen Dämpfer im Aufstiegsrennen hinnehmen. Vieles hatte gepasst, doch zwei Sachen musste sich die Fortuna ankreiden lassen.

"Da waren wir unsortiert"

"Heute hat meine Mannschaft nicht unbedingt verdient verloren", sagte Düsseldorfs Trainer Daniel Thioune und hatte diese Meinung sicherlich nicht exklusiv. Die Anfangsphase gehörte den Gästen, Felix Klaus hatte nach 21 Minuten die beste Chance, scheiterte aber am starken Ron-Robert Zieler im 96-Kasten.

"Dann sind aber die Momente passiert, bei denen ich meiner Mannschaft einen Vorwurf machen muss. Wenn man einen Einwurf gegen sich bekommt, muss man ihn in der Luft verteidigen. Per Fuß darf das Tor zur zu dem Zeitpunkt überraschenden Führung nicht fallen. Da waren wir unsortiert", kritisierte Thioune und meinte die 34. Minute, in der Havard Nielsen viel zu einfach zum Abschluss und Führungstreffer für Hannover kam.

Kein Spielglück

Auch kurz vor der Pause waren die Fortunen nicht auf der Höhe und ließen sich auskontern. Cedric Teuchert war nach Vorlage von Hendrik Weydandt zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (43.). Ganz bitter für die Düsseldorfer. "Meine Mannschaft wollte unbedingt antworten, dann kam der Konter, der uns auf die Verliererstraße gebracht hat."

Aber die Gäste zeigten Moral: "Ab der 46. Minute waren wir ordentlich und ab der 60. Minute richtig gut. Wir haben uns eine Torchance nach der anderen herausgespielt. Ron-Robert Zieler war heute richtig gut, wir haben einmal Julian Börner und noch den Pfosten getroffen", zählte Thioune auf, weshalb es dennoch nicht für mindestens ein Unentschieden reichte.

"Vieles richtig gemacht"

"Hannovers bester Spieler war heute der Torwart. Wir hatten selten so viele so gute Torchancen in einem Spiel. Wir haben 0:2 verloren, ich denke aber, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben und ein Unentschieden verdient gewesen wäre", sagte Marcel Sobottka. Mit einem Anschlusstreffer "hätten wir nochmal dran riechen können, doch das ist uns versagt geblieben. Deswegen sind wir heute der Verlierer, auch wenn wir vieles richtig gemacht haben", fügte der Trainer an.

Nach zuvor drei Siegen musste Düsseldorf im Verfolger-Duell nun erstmals wieder Federn und die Roten an sich vorbeiziehen lassen. Der Rückstand auf Rang drei könnte auf vier Punkte anwachsen. Zum Jahresabschluss geht es am Freitag zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern.