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Fortuna weiter im Krisen-Modus: "Jeder weiß, worauf es ankommt"

IMAGO / Norbert Schmidt

Fortuna Düsseldorf bleibt weiterhin im Tabellenkeller. In Unterzahl verloren die Rheinländer am Samstag mit 0:3 beim SV Werder Bremen. Man müsse in den kommenden Tagen "sehr kritisch miteinander umgehen", kündigte Trainer Christian Preußer an. 

Neun Niederlagen bei fünf Siegen

Nicht nur für die Mannschaft, auch für Preußer selbst bleibt es weiterhin sehr ungemütlich. Nach seinem Amtsantritt im Sommer konnte der 37-Jährige kaum Argumente sammeln. Erst fünf Siege holte die Mannschaft in 19 Anläufen. Dafür gab es schon neun Niederlagen. Bei einem absolvierten Spiel mehr steht der Klub nur drei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsrang. Der Druck auf den gebürtigen Berliner steigt – wie auch die Kritik an ihm – immer mehr.

Beim Duell in Bremen war die Offensive wie schon öfter in dieser Saison zu harmlos. Nennenswerte, gute Szenen konnten sich die Mannschaft in 90 Minuten keine erspielen. Immerhin "gut verteidigt" hätte das Team im ersten Durchgang, befand Angreifer Rouwen Hennings. Ein Lob sprach er an Keeper Florian Kastenmeier aus, der "den ein oder anderen Ball sehr gut gehalten" hatte und somit dafür sorgte, dass es torlos in die Kabine ging.

Rote Karte war "Knackpunkt"

"Der Knackpunkt" des Spiels, wie Preußer äußerte, war die rote Karte gegen Kristoffer Peterson, der Gegenspieler Felix Agu böse weggegrätscht hatte und dafür vom Platz gestellt wurde (58.). Danach sei "das Spiel klar in Richtung der Bremer gegangen. Bis dahin war die Partie von uns nicht berauschend, aber angesichts unserer Situation in Ordnung", so der Coach. Auch Hennings musste eingestehen, dass es in Unterzahl "sehr, sehr schwierig" war, "gegen so eine qualitativ gute Mannschaft dagegenzuhalten. Wir wollten defensiv weiter gut stehen, das ist uns aber nicht gelungen".

Denn nur elf Minuten später gingen die Hausherren in Führung, nach einer Flanke köpfte Niclas Füllkrug unbedrängt ein (69.). Marvin Ducksch (80.) und erneut Füllkrug (87.) sorgten für den Endstand. "Wir sollten das Positive mitnehmen. Wir haben eine lange Zeit zu zehnt gespielt. Dann sind erst die Tore gefallen. Zu elft haben wir es ganz gut gemacht", versuchte Kastenmeier auch etwas Gutes in dem Spiel zu sehen. Mit dem Rücken zur Wand und im Abstiegskampf: Es ist bislang eine gebrauchte Saison bei der Fortuna. "Jeder in der Mannschaft weiß genau, worauf es in den nächsten Wochen ankommt", versicherte Hennings, dass die Spieler die Situation annehmen werden. Ob dies nach nur fünf Punkten aus den vergangenen acht Partien wieder zu Erfolg führt, zeigt sich am kommenden Freitag beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg.