SC Paderborn: Rechtliches Nachspiel bei Okpala-Transfer?

Für 550.000 Euro hätte Kennedy Okpala zum SC Paderborn wechseln sollen - am Ende kam der Transfer durch eine fristlose Kündigung zustande. Diese lässt der SV Waldhof Mannheim nun prüfen. Sollte sie Bestand haben, würde für den SC Paderborn die vereinbarte Ablösesumme von 550.000 Euro entfallen.

"Die eigenen vertraglichen Pflichten nicht eingehalten"

Für Außenstehende kam der Wechsel von Kennedy Okpala zum SC Paderborn nicht überraschend, hatten sich die Vorzeichen doch bereits vor Weihnachten verdichtet. Anders sieht das SV Waldhof Mannheim, wie Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber im Gespräch mit der "Rheinpfalz" erklärte: "Der SC Paderborn hat sich über den Spieler erkundigt und ihn gerne verpflichtet – das Gespräch haben wir jedoch nicht weiter fortgeführt."

Das Management des Spielers war der Ansicht, dass ein Wechsel aufgrund einer Ausstiegsklausel zulässig sei. Sportrechtler Horst Kletke bestätigte gegenüber der "Rheinpfalz": "Waldhof Mannheim hat die eigenen vertraglichen Pflichten nicht eingehalten. Es gibt eine Klausel im Vertrag von Okpala, die einen Wechsel ermöglicht. Alles ist genau so umgesetzt worden, wie festgelegt – einschließlich der Pflichten, die Paderborn zu erfüllen hat."

"Aus unserer Sicht wurde alles korrekt gehandhabt"

Okpala reiste demnach nicht ohne einen gültigen Vertrag mit den Ostwestfalen ins Trainingslager: "Aus unserer Sicht wurde alles korrekt gehandhabt – Paderborn genauso. Deshalb ist er nun vollständig in die Mannschaft integriert und trainiert mit." Sollte die fristlose Kündigung vor einem Arbeitsgericht Bestand haben, würde für den SC Paderborn die vereinbarte Ablösesumme von 550.000 Euro entfallen. Sportlich wäre der Abgang von Okpala für den SVW ein herber Verlust. In der abgelaufenen Hinrunde kam der 21-Jährige auf sieben Tore und vier Vorlagen für die Mannheimer.

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