Fünf Siege aus den letzten sechs Spielen: Ingolstadt rückt vor

Lange Zeit dümpelte der FC Ingolstadt nach dem Bundesliga-Abstieg im unteren Tabellendrittel herum. Doch nach dem 2:1-Erfolg am Montagabend in Nürnberg gehören die Schanzer so langsam zum Kreis der Aufstiegskandidaten. 

Erste Torchance eiskalt genutzt

Mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen ist das Team von Trainer Stefan Leitl neben Kiel und Berlin so etwas wie die Mannschaft der Stunde im Fußball-Unterhaus. Der Trainerwechsel nach dem dritten Spieltag, Leitl kam für Maik Walpurgis, scheint Früchte zu tragen. Zudem feierten die Schanzer beim fünften Versuch den ersten Sieg gegen den Club. Mit Einsatz, Siegeswille, Kampfgeist und einer deutlich verbesserten Defensive kämpft sich der FCI unter Leitl weiter nach oben in der Tabelle.

Im Duell gegen Nürnberg präsentierten sich die Schanzer eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Angreifer Stefan Kutschke nutzte die erste Torchance des FCI zur Führung nach rund einer Viertelstunde. Es war der vierte Saisontreffer des Ex-Nürnbergers. Noch vor der Pause kassierte ein etwas nachlassender FCI den Ausgleich. "Heute habe ich gar nicht so viele Worte. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel heute verdient gewonnen haben. Natürlich bin ich sehr glücklich, dass wir auswärts so eine Leistung abgerufen haben und ich denke, dass man uns angemerkt hat, dass wir hier unbedingt gewinnen wollten", bilanzierte Trainer Stefan Leitl auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Patzer des Gegners bringt Schanzer auf Siegerstraße

In der zweiten Halbzeit war das seinem Team zunächst nicht anzumerken. Beide Kontrahenten zeigten überwiegend Mittelfeldgeplänkel und neutralisierten sich gegenseitig. Torchancen waren zunächst Mangelware. Der FCI hielt hinten dicht. "Wir steigern uns von Spiel zu Spiel und stehen vor allem hinten sehr stabil, was nicht immer der Fall war", wird Keeper Örjan Nyland auf der Homepage der Schanzer zitiert. Und vorne half schließlich der gegnerische Torwart mit einem Aussetzer. Darío Lezcano verwandelte den fälligen Strafstoß. FCI-Topscorer Sonny Kittel hatte in der Schlussphase gegen aufgerückte Nürnberger Chancen, das Ergebnis hochzuschrauben.

"Ich denke man merkt, dass unser Team mittlerweile sehr zusammengewachsen ist und dass jeder Spieler, auch wenn er von der Bank kommt, alles gibt. Wir haben heute verdient gewonnen und gehen nun mit diesem Sieg an die nächsten, schweren Aufgaben", sagte Mittelfeldmann Almog Cohen. Die erste davon heißt nach der Länderspielpause Fortuna Düsseldorf.

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