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Für Stadionsanierung: HSV bekommt 23 Millionen Euro vom Hauptsponsor

IMAGO / Philipp Szyza

Der Hamburger SV ist auf der Suche nach Geld für die Stadionsanierung fündig geworden. Von seinem Hauptsponsor, der Versicherungsgruppe Hanse Merkur, erhält der Klub einen Kredit in Höhe von 23 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland auf Nachfrage mit.

Bürgen sollen vorgelegt werden

"Gleichzeitig sind wir ein wirtschaftlich handelndes Unternehmen und insofern ist vorausgesetzt, dass entsprechende Bürgen vorhanden sind", teilte die Hamburger Versicherungsgruppe mit, die seit Saisonbeginn für zunächst drei Jahre der Hauptsponsor ist (rund drei Millionen Euro soll es dafür pro Jahr geben). HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld möchte in den kommenden Tage, noch in dieser Woche, Unterschriften der geforderten Bürgen vorlegen.

"Für uns gehört der HSV genauso zu Hamburg wie der Michel und die Elbphilharmonie. Deshalb ist es uns als neuer Hauptsponsor des HSV im Sinne gelebter Partnerschaft ein Anliegen, den Verein im Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich bei der Modernisierung des Stadions zu unterstützen", so das Unternehmen.

Start im November

Wenn die Geldspritze auf Pump da ist, haben die Norddeutschen die für Phase eins der Sanierung benötigen Mittel zusammen. 20 bis 24 Millionen Euro will der HSV für die Sanierung und Modernisierung des 57.000 Zuschauer fassenden Volksparkstadions investieren. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der 44.000 Quadratmeter großen Dachmembran. Allein diese Reparaturmaßnahmen könnten bis zu 14 Millionen Euro kosten. Und die Zeit drängt. Denn ohne baulich genehmigtes Dach würde dem einstigen Bundesliga-Dino die Betriebserlaubnis entzogen werden, weil die Sicherheit der Zuschauer bei Sturm und Schneelast nicht gewährleistet wäre.

Arbeit muss zudem in die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED investiert werden. Auch die Lautsprecheranlage und sanitären Einrichtungen werden erneuert, Klimaanlagen in die VIP-Räume eingebaut werden. Starten sollen die Arbeiten in der Spielpause im November, wenn die Weltmeisterschaft in Qatar stattfinden.