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Fürth erneut ungeschlagen, aber selbstkritisch: "Waren zu ängstlich"

IMAGO / Zink

Nach dem schwachen Saisonstart hat die SpVgg Greuther Fürth allmählich eine Stabilität gefunden. Das 2:2 beim SSV Jahn Regensburg bedeutete das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage. Damit ging nur eines der vergangenen fünf Duelle verloren. Trainer Marc Schneider lobte die Moral seiner Truppe. Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport, fand hingegen deutlich Worte.

"Zu wenig Mut"

"Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir haben es spielerisch sicherlich nicht so hingekriegt, wie wir uns das vorgestellt haben. Trotzdem haben wir jetzt das dritte Spiel in Folge nicht verloren", hob Kleeblatt-Coach Marc Schneider das Positive hervor. Man hätte "das sicherlich spielerisch mutiger angehen" können und wollen, "nichtsdestotrotz nehmen wir den Punkt mit", so der 42-Jährige.

Doch der Absteiger ist noch immer akut gefährdet, steht vorerst auf Rang 16. Und mit der Spielweise war Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport, auch nicht wirklich zufrieden. Von beiden Mannschaften sei es "zu ängstlich" gewesen, "zu wenig Mut" wurde gezeigt. "Du siehst einfach durch die Stabilität auf der einen Seite vergisst du ein bisschen das Fußball spielen. Dass es heute ein ekliges Spiel wird, war klar gegen Regensburg. Aber du merkst einfach, da ist zu viel Angst und wir dürfen nicht mit Angst spielen."

"So darfst du fußballerisch nicht weitermachen"

Immerhin reichte es für die zwei Treffer durch Damian Michalski (34.) und Simon Asta (74.), die die Führung und den Ausgleich besorgten. Für den Jahn hatte Kaan Caliskaner (42./62.) die Partie zwischenzeitlich gedreht. Dennoch zeigte Azzouzi keine Töne der Erleichterung. Er bemängelte stattdessen, dass die Bälle zu leicht hergeschenkt worden seien. So ist es schwierig, in Druckphasen des Gegners für Entlastung zu sorgen. "Und wir sind auch nicht die Mannschaft, die den langen Bällen hinterherrennt. Wir brauchen diese Aktivität. Regensburg hatte jetzt auch nicht massenhaft Chancen."

Azzouzi betonte abschließend: "Aber so darfst du fußballerisch nicht weitermachen, das ist ganz klar. Punktemäßig ist es jetzt besser und jetzt müssen wir gucken, dass wir gegen Rostock einen Sieg nachlegen."