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Fürth fehlte Aggressivität im Derby: "Fans dürfen auch sauer sein"

© IMAGO / Zink

Die SpVgg Greuther Fürth hat das Frankenderby verloren. Das stößt nicht nur den Fans der Spielvereinigung sauer auf, sondern auch den Spielern. Denn die Kleeblätter ließen die nötige Aggressivität für ein Derby in der ersten Halbzeit vermissen. Noch ist das am Sportpark Ronhof kein Drama, doch der Bundesliga-Absteiger startete auch nur mit einem Zähler in die Saison.

"Liegt am Ende an uns"

"Wir haben heute mal nicht den Tag gehabt, das ist manchmal so. Zweiter Spieltag", kommentierte Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi die 0:2-Niederlage, die die Fürther zuvor einstecken mussten. Schmerzhaft ist die Pleite trotzdem, es war das ewige Duell mit dem Erzrivalen aus Nürnberg. Azzouzi versuchte es mit Gelassenheit: "Wir haben letzte Woche ein gutes Spiel gemacht und haben uns nicht belohnt. Heute war es einen Tick zu wenig, zu wenig Aggressivität." Dass die talentierte Mannschaft der Spielvereinigung Fußball spielen kann, war auch dem Sportchef klar. Doch das allein reichte dieses Mal nicht.

"Am Ende des Tages liegt das an uns", zeigte sich auch Kapitän Branimir Hrgota einsichtig. Das Frankenderby, das die Fürther zuletzt vor zwei Jahren durch einen Treffer des schwedischen Stürmers gewannen, ging verloren. "Wir wissen um die Bedeutung für die Fans, aber auch für uns, das tut einfach weh. Die Fans dürfen auch sauer sein, wir sind selbst sauer auf uns", fügte Sebastian Griesbeck der Selbstkritik hinzu. Ein Lob bekamen dagegen die Fans: "Aber es ist schön, wie sie uns immer wieder aufbauen."

Nuancen entscheiden das Derby

Unter dem Strich steht nun ein Punkt aus zwei Spielen zu Buche. Neu-Cheftrainer Marc Schneider dürfte sich einen besseren Start erhofft haben. Docha uch der 42-Jährige betrachtete die Lage realistisch: "Zum Schluss war der auch verdient. Wir haben es von der ersten Sekunde an nicht so auf den Platz gebracht, wie wir es hätten tun müssen." Besonders die erste Halbzeit gefiel dem Übungsleiter nicht, nach dem Seitenwechsel wurde es besser. Auch deshalb fiel die endgültige Entscheidung erst in der 82. Spielminute durch einen weiteren Treffer der Nürnberger.

"Die zweite Halbzeit war dann völlig was anderes. Da haben wir dann die spielerische Klasse auch ausgespielt. Nichtsdestotrotz sind wir in der letzten Zone zu inkonsequent", beobachtete Schneider aufmerksam. Wieso es zu dem Spannungsabfall in der ersten Hälfte kam, wird der Coach mit seiner Mannschaft analysieren. Der 42-Jährige verfolgte einen ersten Ansatz: "Wir waren vorbereitet auf das, was uns hier erwartet und das ist eingetroffen. Nichtsdestotrotz ist es manchmal schwierig und hängt dann an Nuancen, das Spiel dann in deine Richtung zu lenken." Dieses Mal gelang es den Fürthern nicht. Anders soll es im DFB-Pokal laufen, wenn die Spielvereinigung im Erstrunden-Spiel auf die Stuttgarter Kickers (Samstag, 18 Uhr) trifft.