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Fürther 0:4-Heimpleite: "Das ist ein No Go“

© imago images / Zink

Von vorweihnachtlicher Besinnlichkeit war bei der SpVgg Greuther Fürth nach der 0:4-Abfuhr gegen Darmstadt 98 keine Spur. Trainer Stefan Leitl war nach der Heimpleite und der ungenutzten Chance auf die zumindest vorübergehend Tabellenführung restlos bedient und kritisierte seine Mannschaft schonungslos.

Leitl: "War in der Form nicht zu erwarten“

"0:4 zu Hause geht gar nicht, das ist ein No Go. Eine Spitzenmannschaft verliert zu Hause auch nicht 0:4“, ließ der Coach auf der Pressekonferenz nach Spielende kein gutes Haar an seinen Spielern und sprach den Kleeblättern die Berechtigung zu höheren Ansprüchen ab.

Den 43-Jährigen traf die zweite Niederlage in den vergangenen drei Spielen nur vier Tage nach dem 3:0-Erfolg beim SV Sandhausen ganz offenkundig ohne jegliche Vorwarnung wie aus heiterem Himmel. "Wir sind alle extrem enttäuscht. Das war in der Form nicht zu erwarten, vor allem nicht nach dem Sieg in Sandhausen mit einer sehr disziplinierten Leistung“, sagte Leitl.

In seiner Analyse monierte der frühere Profi mehr noch als die Unzulänglichkeiten bei eigenen Chancen in der Anfangsphase besonders die mangelnde Geschlossenheit in der Defensivarbeit: "Wir brauchen Disziplin und den Teamgedanken, um erfolgreich zu sein. Wir verteidigen im Gesamtverbund, und wir haben im Gesamtverbund nicht so diszipliniert verteidigt wie die Spiele zuvor."

"Wir waren gedanklich nicht so da“

Auch Mittelfeldspieler Sebastian Ernst machte nach der höchsten Saisonniederlage der Mittelfranken aus seiner Enttäuschung kein Hehl. "Im Endeffekt muss man sagen“, meinte der 25-Jährige, "dass wir null an unser Leistungsmaximum rangekommen sind, gedanklich nicht so da und zu spät in den Zweikämpfen waren.“

Negativauswirkungen der Lektion durch die Hessen auf das letzte Punktspiel vor der Weihnachtspause am Samstag gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig und den Jahresabschluss drei Tage später im Pokal-Zweitrundenspiel gegen Europa-League-Starter TSG Hoffenheim erwartet Leitl allerdings nicht: "Ich befürchte keinen Knacks, weil ich permanent darauf hinweise, dass jedes Spiel für uns eine Herausforderung ist.“

Ernst hoffte sogar schon wieder auf schnelle Wiedergutmachung: "Kopf hoch, es geht weiter, in drei Tagen spielen wir wieder."