FWK wieder geschlagen: Zwischen Unvermögen und Pech

Die Würzburger Kickers bleiben das abgeschlagene Schlusslicht der Zweitliga-Tabelle, weil die Elf von Cheftrainer Bernhard Trares in Nürnberg wieder einen sichergeglaubten Punktgewinn in der Nachspielzeit verspielten. Insgesamt war es die dritte Niederlage in Folge, sodass die Kickers vom Dallenberg mit nur vier Punkten auf einen tristes Weihnachtsfest zusteuern.

"Unnötig in Rückstand"

Die Tränen beim Würzburger Aufstieg vor fünf Monaten rührten die ganze Fußball-Nation. 163 Tage später versinkt der Dallenberg in Tristesse. Neun Niederlagen in elf Zweitliga-Spielen überfordern den Aufsteiger aktuell in der Spielklasse, der dritte Trainer der Saison moniert Pech und Unvermögen seiner Mannschaft. "Wir waren super im Spiel und haben es den Nürnbergern total schwierig gemacht", verwies Bernhard Trares in der Pressekonferenz nach dem Match darauf, dass die Würzburger ihre Räume eng geschlossen hielten und ein gutes Konterspiel forcierten.

Allerdings fehlte dem FWK in diesen Situationen die Abgezocktheit. "Mit einem guten Pass hätten wir vielleicht schon den finalen Ball bekommen können", ärgerte sich Trares über die ausbleibenden Chancen, dann schlug der Gegner zu. Es war das eigene Unvermögen, dass sich der Cheftrainer ankreidete: "Wir geraten unnötig in Rückstand, auch wenn Nürnberg mehr Ballbesitz hatte. Aber wir haben versucht, ihren Ballbesitz in die letzte Reihe zu drängen, um im Mittelfeld die Ballgewinne zu haben." Ein Plan, der letztlich scheiterte.

Kellerduell steht an

Zwar bäumten sich die Würzburger nach dem Seitenwechsel auf und lieferten sich einen guten Schlagabtausch, doch am Ende reichten "20 bis 25 Minuten mit guten Möglichkeiten" nicht für einen Punktgewinn aus - in der Nachspielzeit raubte Nürnberg jegliche Hoffnung. "Es ist bitter, dass du heute in so einem Spiel, wo du hochverdient mindestens einen Punkt mitnehmen musst, als Verlierer vom Platz gehst", fuchste die erneute Pleite den Würzburger Cheftrainer enorm. Resignieren wollte Trares nicht, gleichzeitig hielt er aber auch fest: "So ist das eben, wenn du hinten stehst. Dann hast du auch das Pech."

Mit vier Punkten aus elf Spielen wird es bereits vor Weihnachten richtig düster am Dallenberg. Am Mittwoch wartet das absolute Kellerduell auf die Würzburger, dann wird der FC St. Pauli zu Gast sein. Eine Niederlage im Duell der Letztplatzierten kann sich der FWK nicht erlauben.

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