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Gehaltsverzicht: Wehen Wiesbaden reagiert als ganzer Verein

© imago images / Joachim Sielski

Die Solidarität im Profi-Fußball angesichts der Corona-Krise erhält ein weitere Kapitel: Beim SV Wehen Wiesbaden werden Spieler, Trainer, Funktionsteam, Geschäftsleitung, die Belegschaft und die Stadiongesellschaft in den nächsten Monaten auf Teile ihres Gehalts verzichten. Ein "starkes Zeichen", das der gesamte Verein setzt.

Hock lobt Mannschaft und Team

Im Kampf gegen die finanzielle Ungewissheit, die durch das Coronavirus im deutschen Fußball entstanden ist, konnte der SV Wehen Wiesbaden geschlossen als kompletter Verein ein "starkes Zeichen" setzen, wie Sportdirektor Christian Hock die Bereitschaft sämtlicher Beteiligter beschrieb. Sämtliche Akteuer im Verein verzichten auf einen Teil ihres Gehalts.

"Es zeigt auch, wie verantwortungsbewusst unsere Spieler, Trainer und Funktionsteam denken und sehen, dass es uns nur gemeinsam gelingen kann, diese Krise zu bewältigen", betonte Hock, dessen lobende Worte gleichermaßen an die Geschäftsleitung, die Belegschaft des SVWW und die Stadiongesellschaft gerichtet werden kann – auch sie verzichten alle in dieser Krise.

"Es stand für uns außer Frage"

"Wir stehen alle zusammen vor einer Herausforderung, die es so noch nie gab; das gilt sowohl für die Gesellschaft als Ganzes als auch für uns als Verein. Und nur, wenn wir als solidarische Gemeinschaft zusammenstehen, kann es uns gelingen, diese Herausforderung zu überwinden", erklärt Nico Schäfer als Sprecher der Geschäftsführung in einem offiziellen Statement auf der Vereins-Website. Der Schritt soll helfen, die wirtschaftliche Situation des Klubs trotz der ausbleibenden Spiele besser zu verarbeiten.

"Dass jeder und jede Einzelne im Verein dies mitträgt und gewillt ist, die kommenden Aufgaben gemeinsam anzugehen, macht uns gerade in diesen Tagen stolz und zugleich auch zuversichtlich", heißt es seitens der Geschäftsführung, die ihre Unterstützung auch von der Mannschaft erhält. Stellvertretend sagte Kapitän Sebastian Mrowca: "Wir haben das Thema innerhalb der Mannschaft besprochen. Es stand für uns außer Frage, dass wir gerade jetzt, da es hart auf hart kommt, zusammenhalten und als eine Einheit gemeinsam mit allen im Verein durch diese Situation gehen." Nach dem Karlsruher SC ist der SV Wehen Wiesbaden somit der zweite Zweitligist, der diesen Schritt geht. In der Bundesliga machte Borussia Mönchengladbach es bereits vor.