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Gemischte Gefühle bei Dynamo: "Müssen mit dem Punkt zufrieden sein"

Die SG Dynamo Dresden verpasste am Samstagnachmittag einen großen Sprung im Kampf um den Klassenerhalt. Im "Elb-Clasico" gegen den 1. FC Magdeburg rettete Lucas Röser den Sachsen mit seinem späten Treffer aber immerhin einen Punkt.

"Waren nicht zwingend genug"

30.500 Fans sahen am Samstag ein intensives Derby zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg. Im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Cristian Fiel gelang erneut nur ein Unentschieden. Dabei war der Coach mit der Anfangsphase zufrieden: "Wir wollten da weitermachen, wo wir gegen Bochum aufgehört hatten. Ich hatte das Gefühl, dass wir am Anfang das Spiel unter Kontrolle hatten."

Jedoch blieben die Sachsen in der Offensive zu ungefährlich, was Fiel bemängelte: "Wir waren aber im letzten Drittel nicht zwingend genug, haben uns zu wenig Torchancen herausgespielt, waren zu langsam. Wir wussten, dass Magdeburg gut verteidigt und das Zentrum dicht macht. Wir haben zu selten direkt auf die andere Seite gespielt, die Räume nicht gefunden." In dieselbe Kerbe schlug auch sein Kapitän Patrick Ebert gegenüber dem Vereins-TV: "Wir müssen im letzten Drittel kreativer sein, uns im 1 gegen 1 durchsetzen, ruhiger und konzentrierter sein."

"Darf uns nicht passieren"

Dass die Dresdner zu allem Überfluss noch mit einem Rückstand in die Pause gingen, passte ins Bild. "Wir waren in der 1. Halbzeit überlegen, gehen aber durch einen individuellen Fehler in Rückstand. Das darf uns nicht passieren", zeigte sich Ebert einen Tag nach dem Spiel auf dem vereinseigenen Kanal noch immer unzufrieden. "Wenn du den Fehler nicht machst, gewinnst du eventuell 1:0", wagte der Dynamo-Kapitän gar eine Prognose.

Die SGD durfte sich aber am Ende bei Lucas Röser bedanken, dass immerhin noch ein Punkt gewonnen wurde. "Ein Tor zu schießen, ist immer schön, ein Derbytor natürlich noch schöner. Wenn es drei Punkte gewesen wären, hätten wir uns riesig gefreut. Wir haben uns den Sieg fest vorgenommen, es ist uns aber nicht gelungen, was sehr schade ist", so die Gefühlslage des Torschützen.

"Müssen mit dem Punkt zufrieden sein"

Spieler und Verantwortliche hatten nach dem Spiel gemischte Gefühle. "Am Ende des Tages müssen wir mit dem Punkt sehr zufrieden sein", so Christian Fiel. Ebert war hingegen alles andere als glücklich: "Wir haben uns viel vorgenommen und wollten das Derby unbedingt gewinnen. Daher sind es zwei verlorene Punkte."

Doch der ehemalige Bundesligaspieler fand auch etwas positives: "Wir müssen den Punkt am Ende mitnehmen, da wir so Magdeburg auf fünf Punkte Distanz halten." In zwei Wochen steht bereits das nächste Derby an. Am 1. April gastiert Dynamo bei Erzgebirge Aue und hat dort die nächste Chance auf drei Punkte.