"Gemischte Gefühle": Düsseldorf holt Punkt nach Rückstand

Fortuna Düsseldorf schaffte es nach einem Rückstand auf Schalke noch einen Punkt beim 1:1 Unentschieden zu holen. Generell zeigten sich die Beteiligten zufrieden damit, auch wenn ein Sieg aufgrund der Tabellensituation natürlich das Ziel war.

"Haben eine tolle Moral bewiesen"

Kenan Karaman hatte Schalke in Führung gebracht. Zwölf Minuten später glich Ao Tanaka aus. "Ao Tanaka ist ein Gamechanger. Mit seiner Hereinnahme konnten wir das mannorientierte Pressing mehr brechen", lobte Trainer Daniel Thioune den Japaner auf der Vereinshomepage. Erst vier Minuten vorher hatte er den Mittelfeldspieler eingewechselt. "Das nächste Kompliment gibt es von mir dafür, hier so zurückzukommen. Das hier so auszuhalten vor 60.000 und zurückzukommen, finde ich cool von meiner Truppe. Unsere Reise geht weiter", ergänzte der Trainer.

Auch die Spieler freuten sich über den Punktgewinn nach dem Rückstand. "Wir sind dann 0:1 in Rückstand geraten, haben dann aber eine tolle Moral bewiesen und können über einen verdienten Punkt sprechen. Wir sind vor über 60.000 zurückgekommen. Am Ende hat man gemerkt, was hier los sein kann", erklärte Torhüter Florian Kastenmeier. Nicht zufrieden zeigte sich Emmanuel Iyoha mit der eigenen Offensivleistung. "Wir müssen eigentlich besser in unser Spiel und unsere Abläufe kommen und uns mehr Torchancen erarbeiten. Für einen Dreier war es letztlich zu wenig, auch wenn man uns den Siegeswillen nicht absprechen kann. Es war klar, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Wenn wir nach ganz oben wollen, müssen wir aber bessere Lösungen finden", sagte er.

"Wollen den Druck hochhalten"

In der Nachspielzeit gab es kurz vor dem Ende des Spiels nochmal Aufregung. Nach dem Blick auf den VAR Monitor nahm Schiedsrichter Harm Osmers einen erst gegebenen Elfmeter für Schalke zurück. "Die Bewertung der Elfmeterszene am Schluss ist nicht einfach – ich kann den Unmut der Schalker verstehen, denke aber auch, dass nicht jeder Kontakt ein Foulspiel ist", so Thioune. "Es sind gemischte Gefühle. Wenn man den Spielverlauf sieht, können wir uns mit dem 1:1 glücklich schätzen, gerade mit Blick auf die letzte Situation", sprach auch Kastenmeier die Szene an.

Weiter geht es für die Fortuna nächste Woche Freitag zuhause gegen den 1. FC Nürnberg. "Jetzt haben wir noch drei Spiele. Es gilt, nicht auf die Tabelle zu gucken, sondern das Spiel zu analysieren, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, um dann gegen Nürnberg vor heimischer Kulisse ein anderes Gesicht zu zeigen und die drei Punkte mitzunehmen", erklärte Düsseldorfs Torhüter. Nach dem Spiel gegen Nürnberg geht es für die Mannschaft von Daniel Thioune nach Kiel zum direkten Konkurrenten. Am letzten Spieltag treffen sie zuhause auf Magdeburg. In der Tabelle liegen sie auf dem Relegationsplatz fünf Punkte hinter Kiel und vier Punkte vor dem HSV. "In den nächsten Spielen wollen wir den Druck auf die beiden Teams vor uns hochhalten und die Teams hinter uns auch weiterhin hinter uns lassen", sagte Iyoha zur Tabellensituation.

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