Gesperrter Lieberknecht räumt auf: "Aufstieg ist mein Thema"
Was kann der 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison noch erreichen? Ohne Cheftrainer Torsten Lieberknecht, der wegen eines Platzverweises auf der Tribüne sitzen muss, spielen die Roten Teufel am Samstagabend (20:30 Uhr) gegen den VfL Bochum. Angesichts des Abstandes zu den Spitzenplätzen räumte der Coach im Vorfeld noch ein, dass der Aufstieg nie das Ziel war.
"Weil es mein Traum ist"
Kaiserslautern steht mit 37 Punkten auf Platz 6 in der Tabelle. Damit würden die Roten Teufel besser abschneiden als in der letzten Saison - und genau das war das Ziel. "Das Thema 'Aufstieg', das ist ja von mir angesprochen, weil es mein Traum ist", erklärte Cheftrainer Torsten Lieberknecht, dass seine persönliche Ambition nie das offizielle Ziel war. "Es ist mein Thema, und gar nicht so sehr das von der Mannschaft oder dem Verein." Angesichts eines Rückstandes von acht Punkten auf den Aufstiegs-Relegationsplatz ist der Zug für die Lautrer ohnehin mit großer Wahrscheinlichkeit abgefahren.
Es bleibt die Herausforderung, die vor der Saison kommuniziert wurde. "Nach Außen haben wir als Klub die Zielsetzung gegeben, dass wir besser als Platz 7 sein wollen. Wenn man dann da in dieser Situation ist, dass man mal mehr in Reichweite hat, dann finde ich, war es jetzt einfach mal so, dass ich das sehr, sehr offensiv angegangen bin. Weil das mein Traum ist", führte Lieberknecht seine Gedanken zum allumfassenden Thema rund um eine Rückkehr in die Bundesliga aus. Und noch ist es ja nicht vorbei - langfristig gesehen: "Ob das jetzt in diesem Jahr oder im nächsten Jahr ist, das steht erst einmal offen."
"Nachher einen kleinen Plan schmieden"
Konkret wird sich Lautern daher vorrangig nur auf das Samstagabendspiel gegen Bochum vorbereiten. Dort wird Lieberknecht fehlen, weil er bei der 1:2-Niederlage gegen Paderborn zur Pause die Gelb-Rote-Karte sah. "Das ist ärgerlich, aber ich habe ja auch schon nach dem Spiel gesagt, dass das durchaus nachvollziehbar war", gestand der 52-Jährige nach wie vor ein. Was gewesen war? "Die Situation war so, dass ich gesagt habe, dass ich das Gefühl habe, dass die Schiedsrichter überfordert sind", erklärte Lieberknecht. Somit darf er nun 30 Minuten vor dem Spiel bis 30 Minuten nach dem Spiel in keinerlei Kontakt mehr zur Mannschaft oder dem Trainerteam treten.
Lieberknechts Platz wird auf der Tribüne sein, während Co-Trainer Carsten Rump das Zepter an der Seitenlinie übernimmt. "Wir werden uns nachher zusammensetzen, um zu gucken, wo ich sitze", so der FCK-Coach. "Ich werde während des Spiels auch keinen Kontakt zur Mannschaft haben. Also deswegen werden wir nachher da so einen kleinen Plan schmieden, wie wir die Kommunikationswege dann aufrecht erhalten." Klar ist, dass 2.700 mitgereiste Lautrer in Bochum eine Leistungssteigerung erwarten. Ohne Ivan Prtajin (Achillessehnenriss), Jacob Rasmussen (Gehirnerschütterung), Mika Haas (Infekt) und Simon Simoni (Oberschenkelprobleme). Fraglich ist der Einsatz von Maxwell Gyamfi.