Gespräche wegen zu großem Kader: Streicht Hannover fünf Profis?

Am Montag startete Hannover 96 ins Jahr 2023 und damit die heiße Phase der Vorbereitung auf die Rückrunde. Dabei konnte Trainer Stefan Leitl auf 29 Spieler zurückgreifen. Allerdings fehlte Leihspieler Antonio Foti wegen Knieproblemen. Deshalb ist denkbar, dass der zu große Kader vor dem Trainingslager noch verkleinert wird. Geplant wird hingegen mit Sebastian Kerk.

"Eine Handvoll weniger" wäre optimal

Vom 7. bis 15. Januar reisen die Niedersachsen ins türkische Belek, um sich den Feinschliff für die Rückrunde zu holen. Fraglich, ob Trainer Stefan Leitl dann wirklich mit einem 30-köpfigen Kader in den Flieger steigen möchte. "Optimalerweise wären es eine Handvoll weniger", wird der 96-Coach von der "Bild" zitiert. "Das werden wir die nächsten Tage besprechen, ob wir das machen", so der 45-Jährige mit Blick auf eine potentielle Aussortierung von Spielern.

Zwar gebe es Möglichkeiten, so viele Spieler im Training sinnvoll zu beschäftigen. "Das wird aber nicht immer möglich sein." Es werde niemand weggeschickt, doch der Coach kündigte Gespräche mit den Profis an, "in denen dem ein oder anderen gesagt wird, dass es mit Spielzeit etwas schwieriger werden könnte". Fest eingeplant ist hingegen Sebastian Kerk, der erst zu acht Einsätzen kam: "Wir haben mit ihm einen Spieler, der sowohl von Beginn an spielen kann als uns auch einen Push von der Bank geben kann. Von daher muss man kein großes Gespräch mit Kerki führen."

Leitl plant erst einmal keine Transfers

Ein Streich-Kandidat ist der Kameruner Gael Ondoua. Der 26-Jährige hat im Mittelfeld viel Konkurrenz und das Nachsehen. "Es wird schwer für Gael. Wenn er sich verändern möchte und ein Verein kommt, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen", betonte der Trainer. Auch Tim Walbrecht, Eric Uhlmann und  Sebastian Stolze sollen Streichkandidaten sein. Für das Camp eingeplant ist hingegen Antonio Foti. Doch das 19-jährige Offensivtalent musste wegen Problemen mit der Patellasehne den Jahresauftakt ausfallen lassen. Nach einer MRT-Untersuchung soll am Dienstag eine Diagnose feststehen.

Dass im Gegenzug noch etwas auf der Zugänge-Seite passiert, ist aktuell nicht absehbar: "Wenn es einen Spieler gibt, der uns deutlich besser macht, finanzierbar ist und nach Hannover will, dann werden wir uns damit beschäftigen", meinte der Fußballlehrer. "Aber ich bin mit unserem Kader zufrieden."

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