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Gomez bricht den Videofluch: "Diese Erfolgserlebnisse hart erarbeitet"

© imago images / Michael Weber

Der 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg erleichterte die Nerven des VfB Stuttgart, allen voran bei Ex-Nationalspieler Mario Gomez. Der erfahrene Routinier bekam es auch eine Woche nach seiner Kritik am Videoassistenten mit eben jenem zu tun und trotzdem konnte er seine torlose Serie – endlich – beenden.

"War wie ein Déjà-vu"

Drei Tore wurden Mario Gomez bereits gegen den SV Sandhausen zurückgepfiffen, drei Mal habe der Schiedsrichter ihm danach eine Abseitsstellung aufgezeigt. Als der Ex-Nationalspieler in der 34. Minute erneut eine Flanke verwertete und im Fallen einnetzte, kam es, wie es kommen musste: Gomez war erneut im Abseits, der vierte Treffer des 34-Jährigen in Folge zählte nicht. Und dieses Mal musste nicht einmal der Videoschiedsrichter dafür eingreifen.

Das tat der VAR dafür aber bereits fünf Zeigerumdrehungen zuvor, auch dieses Mal war Mario Gomez involviert. Bei einem Tor von Wataru Endo soll der Ex-Nationalspieler den Nürnberger Kapitän geblockt haben, dadurch wurde der Treffer des Japaners folgerichtig aberkannt. "Mit den aberkannten Treffern war es wie ein Déjà-vu", erinnerte sich nicht nur VfB-Trainer Tim Walter an die Vorwoche. Der Ärger wäre vermutlich größer gewesen, wenn Gomez seinen Torfluch danach nicht gebrochen hätte.

Siebter Heimsieg

Denn nach einem Foulelfmeter in der zweiten Hälfte konnten die Stuttgarter direkt den Doppelschlag feiern – und tatsächlich zählte Gomez' zweiter Treffer des Tages per Linksschuss dieses Mal. Das honorierte dann auch Philipp Förster, der mit einem dritten Treffer das Spiel entschied, mit Erleichterung: "Mario legt direkt ein Tor nach und legt mir hervorragend auf. Mario hat sich diese Erfolgserlebnisse hart erarbeitet. Deshalb freue ich mich besonders für ihn."

Trotz eines 3:1-Sieges war es die erste Halbzeit, die den Beteiligten aber noch im Kopf blieb. "Man hat uns am Anfang angemerkt, dass wir ein bisschen nervös waren und bekommen wieder ein 0:1, bei dem wir nicht wach sind", sprach Trainer Tim Walter die Fehler an, er selbst stand bereits dafür in der Kritik. Aber Walter erreichte seine Spieler: "Die Jungs sind aber nach der Pause aus der Kabine gekommen und haben Gas gegeben. Sie wollten unbedingt, haben eine Mentalität und Moral an den Tag gelegt, die man förmlich gespürt hat." Damit schafften die Schwaben den siebten Heimsieg der laufenden Saison und konnten den dritten Tabellenplatz verteidigen. Vor der Winterpause muss der VfB dann noch in Darmstadt und zuhause gegen Hannover 96 ran.