"Grenzen überschritten": Hengen kritisiert Anfeindungen im Stadion

Vor der Winterpause verlor der 1. FC Kaiserslautern seine letzte Partie gegen Magdeburg. Abseits des Rasens kam es zu unschönen Szenen, wie Geschäftsführer Thomas Hengen im Interview mit der "Rheinpfalz" berichtet. Beleidigungen, Anfeindungen und sogar eine Spuck-Attacke habe es von der Nordtribüne gegeben. Die Roten Teufel wollen sich wehren.

"Wichtig ist es, sachlich zu bleiben"

Ambitionierte Lautrer suchen seit Wochen nach ihrer Form. In acht Spielen gab es zuletzt nur neun Punkte, weshalb fast schon traditionell Unruhe im Umfeld entsteht. Vor der Winterpause lag der FCK dann im eigenen Stadion schon nach 49 Minuten mit 0:3 zurück - und trotz des vielversprechenden Versuchs einer Aufholjagd, die mit einer 2:3-Niederlage nicht gekrönt wurde, gab es Vorfälle abseits des Spielgeschehens. "Auf der Nordtribüne sind schon Dinge vorgefallen, die ich in der Vergangenheit nicht so extrem empfunden habe. Gerade im Heimspiel gegen Magdeburg wurden wir beleidigt, mit Hassparolen angefeindet, und es wurde auch in Richtung unserer Bank gespuckt", berichtet Geschäftsführer Thomas Hengen mit etwas Abstand im Interview mit der "Rheinpfalz".

Der 51-Jährige möchte an die Fans appellieren. "Wir verstehen, wenn sie auch mal unzufrieden sind, sie dürfen kritisch sein, denn das sind wir auch, doch wichtig ist es, sachlich zu bleiben. Da wurden, wie gesagt speziell gegen Magdeburg, Grenzen überschritten", legte sich Hengen ganz deutlich fest. Unklar ist, wieviele Zuschauer in den Vorfall involviert waren. Hengen wollte weitere Pöbeleien im Stadion nicht akzeptieren: "Wir werden künftig noch stärker darauf achten und vermehrt die Personen ansprechen, die sich auf diese Weise im Stadion äußern, und dabei nicht davor zurückschrecken, im Ernstfall von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen."

"Reden immer von Fritz-Walter-Werten"

Die sportliche Lage der Lautrer ist ausschlaggebend für die Unruhen. Mit 27 Punkten steht der FCK nach 17 Spielen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Sechs Zähler fehlen zum Aufstiegs-Relegationsplatz, die Tendenz bereitet den Fans Sorgen. Zu Saisonbeginn holten die Roten Teufel nämlich noch 18 Punkte aus neun Spielen, danach folgte die besagte Tristesse. Dennoch ging es Hengen auch um das allgemeine Verhalten der Zuschauer: "Wir reden immer von Fritz-Walter-Werten, von Kameradschaft, von Demut, in guten wie in schlechten Zeiten. Dann muss ich auch in schlechten Zeiten, trotz aller Kritik, fair und inhaltlich sachlich bleiben. Wenn in Richtung der Bank gespuckt wird, dann geht das in dem Moment gegen uns alle. Das können wir nicht akzeptieren." Nach der Winterpause wird Lautern wieder im eigenen Stadion starten. Am 18. Januar (Sonntag, 13:30 Uhr) wird der FCK auf Hannover 96 treffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"