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"Hätten es uns einfacher machen können": Fürth bleibt oben dran

© IMAGO / Zink

Das Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga bleibt spannend, weil die SpVgg Greuther Fürth am Mittwochabend einen 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen Regensburg holte. Damit schieben sich die Kleeblätter wieder auf den Bundesliga-Relegationsrang vor, drei Tore trennen die Spielvereinigung von einem direkten Aufstiegsplatz. Umso ärgerlicher traf sie das Gegentor des Jahn.

Hrgotas Doppelpack ins Glück

"Ich glaube, es ist einfach hier in Regensburg so, dass die eine Chancen haben und dann machen die den direkt rein. Klar wird es dann ein bisschen schwierig", ärgerte sich Branimir Hrgota, dass seine Spielvereinigung sich das Leben am Mittwochabend schwer machte. Der schwedische Angreifer erzielte zuvor einen Doppelpack und brachte Fürth auf die Siegesstraße, doch unmittelbar nach seinem zweiten Treffer schaffte der Gegner den Anschluss. Von einer entspannten Schlussviertelstunde waren die Kleeblätter weit entfernt, wie auch Hrgota fand: "Klar ist es dann hektisch, sie spielen lange Bälle und wir müssen die klären."

Im Stile einer Spitzenmannschaft spielte Fürth den 2:1-Sieg im Nachholspiel jedoch herunter. "Klar sind wir zufrieden. Wir müssen es aber ein bisschen besser machen", zeigte sich Hrgota am Ende zufrieden mit dem Ergebnis. Der zusätzliche Nervenkitzel durch spannende Partien in einem spannenden Aufstiegsrennen gehört wohl dazu. Vier Tage nach der Pleite im Duell mit dem direkten Konkurrenten aus Bochum fanden die Fürther schon wieder zurück in die Spur. Drei punktgleiche Mannschaften, darunter die Kieler mit einem eigenen Nachholspiel in der Hinterhand – das Rennen bleibt trotz des dritten Platzes spannend, so Hrgota: "Wir müssen weiter punkten, das machen wir hoffentlich auch."

"Hatten weniger Kontrolle"

Cheftrainer Stefan Leitl zeigte sich derweil nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Leistung insgesamt zufrieden. "In der Summe ein verdienter Sieg. Ich denke bis zum Gegentor haben wir das Spiel kontrolliert", erklärte der Übungsleiter nach der Partie. Nur die Knappheit im Ergebnis hätte Leitl gerne vermieden: "Ich denke, wir hätten es uns ein bisschen einfacher machen können, wenn wir das Gegentor nicht so schnell bekommen." Denn, wie schon Hrogata beschrieb, erwartete auch der Fürther Cheftrainer danach die zweite Luft beim Gegner. "Da hatten wir dann weniger Kontrolle", gab Leitl zu und fügte an: "Trotzdem aber noch die eine oder andere Umschaltsituation, wo wir trotzdem hätten den Deckel draufmachen können."

Angesichts der Tabellenkonstellation wird es darauf wohl auch in den nächsten Wochen ankommen: Wer bewahrt den kühlsten Kopf? Vor allem für Fürth wird es nämlich schon am kommenden Spieltag emotional. Am Sonntag (13:30 Uhr) laden die Kleeblätter im heimischen Stadion zum Ur-Derby gegen den 1. FC Nürnberg ein. "Jetzt ist die Konzentration auf das Derby. Es ist immer etwas besonderes", versprach Hrgota, der die Fans im Auffeinandertreffen vermissen wird. Ein weiterer Dreier in dieser Begegnung würde Fürths Chancen im Aufstiegsrennen jedenfalls  nicht schmälern.