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Hamburg: Hecking sagt graue Zukunft voraus

© imago images / Jan Huebner

Der bisherige Trainer Dieter Hecking hat seinen Abschied vom gescheiterten Aufstiegsanwärter Hamburger SV mit fehlenden Perspektiven bei den Hanseaten begründet. In Verbindung mit seinen persönlichen Ambitionen kam deshalb für den 55-Jährigen eine Verlängerung seines abgelaufenen Vertrags an der Elbe nicht n Betracht, zumal Hecking für den Rauteklub in eine wenig rosige Zukunft vorhersieht.

Zu wenig Geld für Erhöhung der Aufstiegswahrscheinlichkeit

"Ich sehe mich grundsätzlich schon als Erstliga-Trainer. Ich habe immer gesagt, dass ich nur für den HSV in die 2. Liga gegangen bin. Im Moment kann man nicht sagen, ob am Ende so viel Geld zur Verfügung steht, um die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs im Vergleich zur gerade abgelaufenen Saison zu erhöhen“, erläuterte Hecking in der Bild-Zeitung zwei Tage nach der Bekanntgabe seines Abschieds seine Entscheidung.

Ganz offenkundig muss Hamburg aus finanziellen Gründen bei der Kaderplanung die Ansprüche erheblich herunterschrauben. Sportvorstand Jonas Boldt räumte bereits ein, sich "gezwungen“ zu sehen, im Vergleich zum großen Aufwand in der beendeten Saison "einen veränderten Weg einzuschlagen“.

Vor diesem Hintergrund haben Hecking, dessen Vertrag sich nur im Falle des Aufstiegs automatisch verlängert hatte, und Boldt die Möglichkeiten erörtert, "ob ein gemeinsamer Weg wirklich der Beste wäre. Mit dem bekannten Ende".

HSV auf dem Weg zum durchschnittlichen Zweitligisten

In den Gesprächen hätte Boldt "ganz klar aufgezeigt, wie die Zukunft beim HSV aussieht", berichtete Hecking weiter und ließ Planungen seines bisherigen Vereins für tiefe Einschnitte durchblicken. Aus seiner Sicht "sehe es aktuell so aus“, dass der HSV künftig eher als ein durchschnittlicher Zweitligist und nicht mehr als Krösus des Unterhauses antreten werde.

Hecking riet Klub und Fans zum Abschied für die Zukunft trotz der großen Vergangenheit zu mehr Bescheidenheit. Es sollte versucht werden, "diese neue Rolle zu akzeptieren. Dann würde sich der HSV viel, viel leichter tun. Wenn das nicht akzeptiert wird, weiß ich nicht, wie es ausgehen wird".