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Hamburgs Narey in der Zwickmühle: Kassieren oder spielen

© imago/nordphoto

Beim Hamburger SV könnte in Kürze eine Planstelle im Kader frei werden. Flügelspieler Khaled Narey ist mit seiner Situation bei den Hanseaten höchst unzufrieden und soll Medienberichten zufolge noch vor Ablauf der Transferfrist ein Gespräch mit der sportlichen Leitung suchen wollen. Ein Abschied von der Alster vor Ablauf seines noch bis 2022 laufenden Vertrages scheint demnach nicht ausgeschlossen.

Auch unter Thioune kein Stammspieler

Grund für Frust hat Narey allemal. Seine Hoffnungen auf einen Neuanfang unter dem neuen HSV-Trainer Daniel Thioune haben sich jedenfalls bislang nicht erfüllt. In den beiden bisherigen Pflichtspielen des Ex-Meisters kam der 26-Jährige bei der Pokal-Pleite bei Drittligist Dynamo Dresden nur 30 Minuten und vier Tage später zum Saisonauftakt gegen Erstliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf (2:1) sogar nur ganze sieben Minuten zum Einsatz.

Schon unter Thiounes Vorgänger Dieter Hecking fristete Narey nur ein Schattendasein. Insgesamt stehen für den Deutsch-Togolesen im laufenden Kalenderjahr nur ein Spiel über die voll Distanz sowie vier Kurzeinsätze zu Buche.

Angesichts dieser Bilanz will Narey nach Angaben der Bild-Zeitung ein Gespräch über seine Perspektiven bei den Norddeutschen führen. Denn will der Außenstürmer, der momentan in Thiounes System nicht auf seiner Lieblingsposition agieren kann und für alternative Aufgaben starke Konkurrenz hat, bei einem anderen Verein spielen, muss Nareys Management bis zum Ende der Wechselfrist am 5. Oktober einen neuen Klub finden.

Allerdings müsste Narey, der in den Nachwuchszentren von Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach ausgebildet wurde und 2018 vom Hamburger Ligarivalen SpVgg Greuther Fürth an die Elbe kam, dafür voraussichtlich finanziell erhebliche Einschnitte in Kauf nehmen. Sein Vertrag jedenfalls stammt noch aus der Zeit, als der HSV entgegen seiner sportlichen Situation fürstliche Gehälter zahlte. Das dürfte im Falle eines Wechsels mittlerweile aufgrund der Corona-Pandemie, aber auch durch Nareys fehlenden Empfehlungen auf dem Platz kaum wieder möglich sein.