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Hannover 96: Haraguchi will bleiben – bei Aufstieg

© imago images / foto2press

Genki Haraguchi ist für Hannover wichtiger, als je zuvor. Aber der Vertrag des Japaners läuft zum Saisonende aus und nach "Bild"-Informationen will der Offensivspieler nur bleiben, wenn die Niedersachsen in die Bundesliga aufsteigen. Obwohl sich Haraguchi in Hannover mehr als nur wohlfühlt.

"Er zieht mich immer auf"

Drei Tore steuerte der 29-Jährige in den letzten beiden Partien bei, den letzten Treffer bejubelte er mit den Fingern in den Ohren. Normalerweise eine Geste für Kritiker, wie sie auch 96-Stürmer Marvin Ducksch zuletzt immer wieder machte. Bei Haraguchi hatte sie einen anderen Hintergrund, wie der Japaner in der "Bild" erklärte – denn Josip Elez feixte mit ihm: "Er zieht mich immer auf. Wenn ich nicht treffe, fragt er immer direkt, warum ich kein Tor gemacht habe. Das war also nicht für die Medien oder irgendwen da draußen wie bei Duckschi, sondern nur für Josip."

Eine Situation, die den aktuellen Teamgeist von Hannover 96 bestens beschreibt. Haraguchi, der vor zweieinhalb Jahren für 4,5 Millionen Euro von Hertha BSC kam, fühlt sich in Niedersachsen pudelwohl. Die Bereitschaft, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern, ist grundsätzlich da. Nur knüpft Haraguchi seinen Verbleib bei den Roten wohl an eine Bedingung – den Bundesliga-Aufstieg am Saisonende. Andernfalls soll er nach Angaben der Zeitung mit einem höherklassigen Wechsel liebäugeln.

Interessen aus In- und Ausland

"Ich hoffe sehr, dass er verlängert", sagte Cheftrainer Kenan Kocak nach dem 5:2-Sieg in Nürnberg, denn aktuell ist Haraguchi so wertvoll wie nie. Mit vier Toren und fünf Vorlagen zählt der Japaner zu den Top-Scorern der Roten – die Bilanz des Vorjahres steht bei elf Scorer-Punkten, allerdings ist Haraguchi dieses Mal schon nach der Hälfte aller Partien fast dran. Kocak stellte heraus: "Er ist ein sehr wertvoller Spieler für uns." Die Interessenten sollen derweil Schlange stehen, schon im Winter habe es Anfragen aus Italien und Spanien gegeben. Auch Ex-Manager Horst Heldt, der Haraguchi einst nach Hannover lotste, soll mit dem 1. FC Köln interessiert sein. Hannover kann noch sportlich argumentieren.