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Hannover 96: Kaum Perspektive für Patrick Twumasi

© IMAGO / Joachim Sielski

Patrick Twumasi wechselte vor einem Jahr nach Hannover, doch so richtig kam er nie an. Hat der Flügelspieler überhaupt eine Zukunft bei den Niedersachsen? In dieser Saison ist der 27-Jährige noch ohne Einsatz – und das scheint vorerst so zu bleiben. Im Training ist er wortwörtlich weit weg von der ersten Elf.

"Nicht überbewerten"

Am Montag führte 96-Cheftrainer Jan Zimmermann eine sogenannte "Elf-gegen-Null"-Übung mit seinem Profi-Kader durch, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Darin geht es um Spielformen und taktische Abläufe – um das System der Hannoveraner besser zu verinnerlichen. Flügelspieler Patrick Twumasi fehlte bei der Übung und trainierte stattdessen Passformen mit den derzeit ebenfalls hinten anstehenden Nachwuchsspielern der Roten.

"Es geht um Trainingssteuerung", begründete Zimmermann die Zuteilung der Aufgaben. "Er ist ganz normales Mitglied wie alle anderen auch, war jetzt halt in dieser Trainingsübung nicht dabei wie einige andere auch. Das soll man nicht überbewerten." Ein vorzeitiger Abgang des 27-Jährigen wäre demnach kein Thema. Doch klar ist auch, dass Twumasi nach den bisherigen 22 Einsätzen (3 Tore/2 Vorlagen) in der 2. Bundesliga derzeit nicht zur ersten Wahl gehört. In dieser Saison saß der Angreifer vier Mal über die volle Distanz auf der Bank. Obwohl Hannover rund 750.000 Euro vor einem Jahr bezahlt haben soll.

Nachwuchs zurück in die U23

Hinzu kommt, dass es nicht zum ersten Mal zwischen Spieler und Verein knirscht. Schon Ex-Trainer Kenan Kocak hatte immer wieder Problemchen mit Twumasi, sodass der Wohlfühlfaktor wohl durchaus beidseitig geschmälert wird. Aber Twumasi ist nicht der einzige Profi, bei dem die Einsatzzeiten derzeit gering sind.

Gerade die Nachwuchsspieler stehen für Zimmermann im Fokus: "Wir haben einige Spieler verpflichtet, einige Verletzte kommen zurück. Wir haben eine große Gruppe, haben klar besprochen, dass der ein oder andere in die U23 geht bzw. zurückgeht." Dazu dürften Moussa Doumbouya, Jan-Erik Eichhorn, Tim Walbrecht und Grace Bokake zählen. Letzterer kehrt allerdings gerade erst von einer Knieverletzung zurück.